Stand: 08.12.2018 15:52 Uhr

Osnabrück hält Verfolger Wehen auf Distanz

von Thomas Luerweg, NDR.de

Fußball-Drittligist VfL Osnabrück hat am Sonnabend seine Position als Spitzenreiter gefestigt. Das Team von Trainer Daniel Thioune besiegte in einer unterhaltsamen Partie den Verfolger SV Wehen Wiesbaden leistungsgerecht mit 2:1 (2:1). Geschockt durch einen frühen Rückstand erwiesen sich in der Folge Standardsituationen als wichtigste Waffe des VfL, der nach einer Ecke und einem Freistoß das Spiel noch vor der Pause drehen konnte. Nach dem Wechsel wurden die Hessen besser, doch Osnabrück brachte die Führung mit Geschick und etwas Glück über die Zeit. Thioune zog nach der Begegnung ein positives Zwischenfazit der Saison: "37 Punkte - dafür haben wir in der vergangenen Saison zwölf Monate gebraucht", scherzte der Coach.

Rückstand bereits nach 70 Sekunden

18.Spieltag, 08.12.2018 14:00 Uhr

VfL Osnabrück

2

W. Wiesbaden

1

Tore:

  • 0:1 Schäffler (2.)
  • 1:1 Heider (37.)
  • 2:1 Alvarez (44.)

VfL Osnabrück: Körber - Renneke, Susac, M. Trapp, Dercho (81. Danneberg) - Blacha, Taffertshofer - Ouahim, Alvarez (80. Amenyido), Farrona-Pulido (72. S. Tigges) - Heider
W. Wiesbaden: Kolke - Lorch, Mockenhaupt, Reddemann (77. Dittgen), Mintzel - Schönfeld (38. Titsch-Rivero), Dams - Andrist (46. Kyereh), Nik. Schmidt, Schwadorf - Schäffler
Zuschauer: 9581

Weitere Daten zum Spiel

Thioune baute gegenüber dem 1:1 in Rostock vier Neue in seine Startelf ein, in der Defensive Alexander Dercho und Maurice Trapp, im Mittelfeld Anas Quahim und vorn Marcos Alvarez. Doch was immer sich der Coach als Matchplan zurechtgelegt hatte, es war bereits nach 67 Sekunden über den Haufen geworfen: Ulrich Taffertshofer schoss bei einem missglückten Klärungsversuch im eigenen Strafraum SVW-Torjäger Manuel Schäffler an und der markierte seinen zehnten Saisontreffer! Ein Schock für die Hausherren, von dem sie sich lange nicht erholten. Der VfL rannte an, ließ allerdings auf dem vom Regen durchweichten Boden an der Bremer Brücke die nötige Präzision vermissen. Die Gäste hatten in der zerfahrenen Partie etwas Oberwasser: Wehens Jules Schwadorf vergab aus sieben Metern die Riesenchance zum 2:0, doch VfL-Keeper Nils Körber parierte großartig (31.).

Heider und Alvarez drehen das Spiel

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Marcos Alvarez (o.) bescherte dem VfL mit einem Freistoßtreffer den Sieg.

Gefahr strahlten die Osnabrücker vor allem nach Standards aus. So fiel der Ausgleich folgerichtig nach einer Ecke: David Blacha schlug eine Ecke von rechts hoch in den Strafraum und Marc Heider wuchtete den Ball per Kopf ins Tor (36.) Sein viertes Tor im vierten Spiel in Folge, das sechste insgesamt. Vier Minuten später verpasste Alvarez nach einem tollen Zuspiel von Ouahim die Führung, als er frei vor SVW-Keeper Markus Kolke mit seinem Schuss den linken Pfosten streifte (40.). Doch dann machte Alvarez es besser und verwandelte einen direkten Freistoß aus rund 25 Metern oben links (44.) - ein Klassetor, sein neuntes in dieser Saison! So war die Partie fast mit dem Pausenpfiff gedreht. Der Spitzenreiter zeigte starke Moral.

Wehens Schlussoffensive verpufft

Nach der Pause kamen die Gäste besser ins Spiel, doch weder Marcel Titsch Rivero per Fernschuss (50.), noch Schäffler, der im Strafraum abzog (57.), nutzten ihre großen Ausgleichschancen. Auf der anderen Seite ließ Manuel Farrona-Pulido in der immer besser werdenden Begegnung eine gute Einschussgelegenheit liegen (56.) und auch Alvarez verpasste aus spitzem Winkel den leeren Kasten (58.). Nach der Einwechslung von Max Dittgen (81.) warfen die Hessen alles nach vorn und waren dicht dran am Ausgleich. Doch Körber hielt mit mehreren Paraden (81., 86.) die drei Punkte für den VfL fest. In der Nachspielzeit rutschte Dittgen am langen Pfosten nach einem Freistoß am leeren Tor vorbei und vergab die letzte Chance zum Ausgleich (90.+2).

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.12.2018 | 22:40 Uhr

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