Stand: 26.09.2020 14:25 Uhr

HSV: Geld der Stadt nur für Stadion-Renovierung

von Han Park und Sebastian Ragoß

Der HSV darf die 23,5 Millionen Euro, die die Stadt für den Kauf des Stadion-Grundstücks bezahlen will, ausschließlich für die Renovierung der Arena nutzen. Das betonte die Hamburger Finanzbehörde auf Nachfrage des NDR. Das Geld soll dafür genutzt werden, das fast 20 Jahre alte Stadion auch im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft 2024 zu renovieren.

"Der HSV wird dazu gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg, wie im Letter of Intent vorgesehen, eine verbindliche Erklärung abgeben", erklärte die Finanzbehörde.

Club und Stadt unterschreiben Absichtserklärung

Am 16. September sorgte die Meldung für Aufsehen, dass die Stadt Hamburg das Grundstück, auf dem das Volksparkstadion des Hamburger SV steht, kaufen will. Beide Seiten haben eine entsprechende Absichtserklärung ("Letter of Intent") unterzeichnet.

"Dem HSV wird nichts geschenkt"

Die Stadt erwerbe nur den Grund, auf dem das Volksparkstadion steht. Dafür erhalte sie einen Erbpachtzins in Höhe von 423.000 Euro pro Jahr. "Es wird dem HSV nichts geschenkt", unterstrich die Finanzbehörde auf NDR Anfrage. Die Stadt habe das Geschäft prüfen lassen: Die geplanten Geschäfte stünden im Einklang mit den Vorgaben des EU-Beihilferechts.

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Die Stadt Hamburg hatte das Grundstück 1998 für den symbolischen Preis von einer D-Mark verkauft, um unter anderem ein neues Stadion für die WM 2006 bauen zu lassen. 12,6 Millionen Euro hat die Hansestadt für Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen des Grundstücks ausgegeben. Das ergab eine kleine Anfrage der Hamburger Linken an den Senat, die dem NDR exklusiv vorliegt.

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