Stand: 11.07.2019 19:31 Uhr

HSV: Aus für Lottos Hymne "Hamburg, meine Perle"

Lotto King Karl (l.) und Carsten Pape singen im Volksparkstadion die HSV-Hymne.

Fußball-Zweitligist Hamburger SV bricht mit seinen Traditionen. In der neuen Saison wird vor Heimspielen im Volksparkstadion Lotto King Karls HSV-Hymne "Hamburg, meine Perle" nicht mehr erklingen. "Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Lied, das uns viele Jahre begleitet hat, in der aktuellen Situation überhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann am Donnerstag.

Lotto King Karl auch nicht mehr Stadionsprecher

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HSV baut legendäre Stadionuhr ab

Die legendäre Stadionuhr des HSV wird abgebaut. "Wir möchten uns in die Zukunft ausrichten", sagte Vorstandschef Hoffmann. In der Kritik steht auch der Song "Hamburg, meine Perle". mehr

"Wir wissen um Lotto King Karls außerordentliche Verdienste für den HSV, und ich bedanke mich herzlich für Lottos Auftritte bei unseren Heimspielen - das gilt natürlich auch für Carsten Pape. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir inhaltlich und personell eine Veränderung möchten", sagte Hoffmann. Künftig wird es keine wiederkehrenden Liveauftritte geben.

Lotto King Karl, bürgerlich Gerrit Heesemann, ist auch nicht länger Stadionsprecher. Er hatte den Job 2005 übernommen. "Es war eine große Ehre, für diesen Verein arbeiten zu dürfen, 14 Jahre sind eine lange Zeit - so lange bin ich nicht einmal zur Schule gegangen", schrieb der Musiker im Internet: "Ich wechsle nun also wieder zurück auf die andere Seite des Zaunes."

An der Hymne hatte der einflussreiche "Supporters Club" zuletzt Kritik geübt. Die Fanvereinigung hält den Text für überholt. "Wollen wir mal ehrlich sein? Bremen hat uns über Jahre abgehängt, hat uns am Ende immer geschlagen, wenn es darauf ankam und wir singen: "... gibt's für dich hier nix zu holen", hieß es.

Hoffmann: "Fokus stärker auf Fußball legen

In den nächsten Tagen wird auch die Stadionuhr abgebaut. Diese hatte bis zum Abstieg der Hamburger 2018 die Dauer der Bundesliga-Zugehörigkeit angezeigt, danach die Zeitspanne der Vereinsexistenz des 1887 gegründeten Clubs. "Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir inhaltlich und personell eine Veränderung möchten. Wir wollen sichtbar den Blick nach vorn richten, den Fokus am Spieltag noch stärker auf den aktuellen Fußball legen“, sagte Hoffmann. Die Stadionshow soll überarbeitet werden. Der optische Auftritt auf den Stadionleinwänden werde "deutlich dynamischer und frischer sein", dabei würden die "Vereinsfarben im Vordergrund" stehen, heißt es auf der HSV-Homepage.

Der Kader des HSV für die Saison 2019/2020

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 11.07.2019 | 17:25 Uhr

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