Stand: 03.04.2020 14:27 Uhr

Werder- und Wolfsburg-Profis verzichten auf Geld

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Die Profis von Werder Bremen und des VfL Wolfsburg verzichten auf Geld.

Auch die Profifußballer des VfL Wolfsburg und von Werder Bremen setzen in der Corona-Krise ein Zeichen. Von den "Wölfen" hieß es am Donnerstag, dass die Lizenzspielerabteilung im Rahmen einer "freiwilligen Aktion" auf einen "signifikanten Betrag der Gehälter" verzichten werde. An der Weser folgten die Spieler und Trainer nun dem Vorbild der dreiköpfigen Geschäftsführung, die schon zuvor ihren Gehaltsverzicht erklärt hatte. "Wir sind froh, dass es bei Werder diese Solidarität und dieses Miteinander gibt und diese Verbindung zu diesem besonderen Verein", sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry. Gleichzeitig sprach auch "Wölfe"-Kapitän Josuha Guilavogui von "einer Selbstverständlichkeit, dass wir als Mannschaft unseren Beitrag leisten" und von Solidarität gegenüber den Kollegen im Konzern und Club. "Wir müssen zusammenhalten."

"Unternehmerische Verantwortung": Kurzarbeit bei Werder

Werder schickte am Donnerstag zudem zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Kontaktsperre lasse "das Kerngeschäft der Grün-Weißen zum Erliegen kommen". Filbry betonte: "Wir sind deshalb unserer unternehmerischen Verantwortung gefolgt, haben viele Gespräche mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt und haben uns am Ende gemeinsam zu diesem Schritt entschieden."

Guilavogui und Co. helfen im Supermarkt mit

Die Wolfsburger wollen nicht nur im Bereich Finanzen ein Zeichen setzen und sind kreativ geworden, um ihre sozialen Aktionen in der Stadt und dem Umland auch in Corona-Zeiten fortsetzen zu können.

Nachdem die Deutsche Fußball Liga gerade eine längere Pause des Spielbetriebs beschlossen hat, packte ein Teil der VfL-Mannschaft abseits des Rasens an. Die Aktion am Freitag führte Guilavogui, Xaver Schlager, Renato Steffen, Maximilian Arnold, Pavao Pervan und Yannick Gerhardt unter dem Motto "Wir danken den Helden des Alltags" - wie könnte es dieser Tage anders sein - in zwei Supermärkte, in denen sie jeweils eine Stunde lang dabei halfen, die Regale aufzufüllen.

"Wir wollen zeigen, dass wir auch ein Teil der Gesellschaft sind und etwas zum Alltag beitragen", sagte Mittelfeldspieler Arnold. Kapitän Guilavogui meinte: "Das ist eine sehr wichtige Aktion für uns, weil wir Vorbilder sein wollen." Weitere Aktionen sollen folgen.

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Sportclub | 05.04.2020 | 22:30 Uhr