Stand: 21.04.2019 20:48 Uhr

Es geht doch! Hannover 96 punktet bei der Hertha

von Florian Neuhauss, NDR.de
Kampf um den Ball: Hannovers Felipe (r.) und der Berliner Davie Selke.

Hannover 96 hat seine Niederlagenserie in der Bundesliga beendet. Die Niedersachsen erkämpften sich am Ostersonntag beim torlosen Remis in Berlin einen verdienten Punkt bei Hertha BSC, auch wenn dieser am Ende noch mal in Gefahr geriet. Nach acht Niederlagen in Serie verbuchte das Team von Trainer Thomas Doll zum ersten Mal wieder etwas Zählbares. "Wir haben die Horrorserie durchbrochen und auch mal zu null gespielt. Aber davon können wir uns nicht viel kaufen", sagte Doll. Denn das 0:0 dürfte zu wenig zum Überleben sein: Nach dem überhaupt erst vierten Zähler unter Doll trennen die Niedersachsen immer noch sechs Punkte vom Relegationsplatz, den weiter der VfB Stuttgart innehat.

Das befürchtete Duell Not gegen Elend

30.Spieltag, 21.04.2019 18:00 Uhr

Hertha BSC

0

Hannover 96

0

Tore:
Hertha BSC: Jarstein - Klünter, N. Stark (90.+4 Lustenberger), Rekik, Plattenhardt - Skjelbred (60. Selke), Grujic - Leckie (76. Dilrosun), Duda, Kalou - Ibisevic
Hannover 96: M. Esser - Sorg, Anton, Felipe, Ostrzolek - Schwegler - Maina (84. Soto), Haraguchi, Bakalorz, Muslija (73. N. Müller) - Weydandt
Zuschauer: 38916

Weitere Daten zum Spiel

Wenn nicht jetzt, wann dann? Das war das Motto der Hannoveraner bei den Hertha-Profis, die mit zuletzt fünf Niederlagen in Folge nicht nur alle Ambitionen in dieser Saison verspielt, sondern auch die Ablösung ihres Trainer Pal Dardai zum Saisonende besiegelt hatten. Und tatsächlich entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Berlins Lukas Klünter eröffnete die Partie nach wenigen Sekunden mit einem Schuss ans Außennetz. Für die "Roten" kamen der agile Linton Maina (3.) und Hendrik Weydandt (7.) zu ersten Möglichkeiten. Die beste Chance der Anfangsphase hatten allerdings die Gastgeber und 96-Torhüter Michael Esser war mit Fortuna im Bunde, als er den Schuss von Mathew Leckie in Zusammenarbeit mit dem Pfosten entschärfen konnte (14.). Doch was noch so verheißungsvoll begonnen hatte, entpuppte sich im weiteren Spielverlauf als das befürchtete Duell Not gegen Elend. Mit Bundesliga-Fußball hatte das nichts zu tun, was die beiden Teams auf dem Platz zeigten.

Erst in der Nachspielzeit kam noch mal ernsthafte Torgefahr auf - und die Hannoveraner wären um ein Haar in Führung gegangen. Erst lenkte Herthas Schlussmann Rune Jarstein einen Schuss von Waldemar Anton gerade noch um den Pfosten. Die folgende Ecke verlängerte Genki Haraguchi dann gekonnt aufs lange Eck, doch der Ball verfehlte das Ziel denkbar knapp.

Erst Muslija, dann das große Zittern

Die Niedersachsen nahmen den Schwung mit in die zweite Hälfte. Florent Muslija scheiterte mit einem Schlenzer (50.) und mit einem direkten Freistoß (56.) aber wieder an Jarstein. Und so mussten die Hannoveraner im Laufe der zweiten Hälfte noch mächtig um den Punktgewinn zittern. Schon im direkten Gegenzug ließ der 34-jährige Vedad Ibisevic Oliver Sorg außen ganz alt aussehen, seine Hereingabe fand am Fünfer Ondrej Duda. Doch der Slowake schoss drüber. Haarig wurde es in der Schlussphase: Erst vergab Hertha eine Doppelchance (80.), dann hatten die Gäste auch noch Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Sascha Stegemann bei einem harten Einsteigen von Anton gegen Ibisevic stumm blieb (83.). 96 hoffte nur noch den Abpfiff herbei - und konnte sich einmal mehr auf Torhüter Esser verlassen, der gegen Salomon Kalou den Punkte rettete (87.).

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 21.04.2019 | 23:05 Uhr

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