Stand: 08.12.2018 17:50 Uhr

Nächster Nackenschlag für Eintracht Braunschweig

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Eintracht Braunschweigs Lage in der Dritten Liga wird immer dramatischer und ist bei neun Punkten Rückstand auf einen Nichtsabstiegsplatz beinahe schon aussichtslos. Die Niedersachsen verloren am Sonnabend mit 0:1 (0:1) gegen den Halleschen FC. Damit steht bereits jetzt fest, dass der deutsche Meister von 1967 auf einem Abstiegsplatz überwintern wird. "Das ist extrem bitter", sagte Eintracht-Trainer André Schubert, der seit seinem Amtsantritt am 11. Oktober noch immer auf den ersten Sieg wartet. Gleichzeitig deutete er an, dass die "Löwen" noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen werden: "Wir wissen, dass wir in der Winterpause ein bisschen was ändern müssen." Routinier Marc Fitzner, der überraschend erstmals in der Startelf stand, betonte direkt nach der Partie: "Wir haben gerade gesagt: Es wird nicht aufgegeben."

Braunschweigs Christoffer Nyman (hinten) und Halles Marvin Ajani © imago/Hübner Foto: Susanne Hübner

Braunschweig - Halle: Höhepunkte und Reaktionen

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Eintracht Braunschweig hat erneut eine Niederlage kassiert. Gegen Halle gab es zu Hause ein 0:1. Die Höhepunkte und Reaktionen zum Drittligaspiel.

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Rückstand bereits in der dritten Minute

18.Spieltag, 08.12.2018 14:00 Uhr

Braunschweig

0

Hallescher FC

1

Tore:

  • 0:1 Sohm (3.)

Braunschweig: L. Kruse (6. Marcel Engelhardt) - R. Becker, Nkansah, Kijewski - Otto - Sauerland, Bürger (63. P. Hofmann), Fürstner, Janzer (28. Putaro) - Nyman, Pfitzner
Hallescher FC: Eisele - Lindenhahn (83. Tuma), Heyer, Landgraf - Manu (76. F. Arkenberg), B.B. Bahn (60. Washausen), Jopek, Ajani - Mai - Sohm, Fetsch
Zuschauer: 16750

Weitere Daten zum Spiel

Doch derzeit fällt es schwer, noch an eine Rettung der Braunschweiger zu glauben. Die Hoffnung auf eine Trendwende erhielt am Sonnabend schon nach gut zwei Minuten den entscheidenden Dämpfer: Pascal Sohm nutzte die erste Gelegenheit zur Führung für Halle. "Bei solchen individuellen Fehler kannst Du das nicht verteidigen", ärgerte sich Schubert. Zu allem Überfluss verletzte sich beim Rettungsversuch auch noch Eintracht-Keeper Lukas Kruse und musste ausgewechselt werden.

Für die ohnehin verunsicherten Braunschweiger war der frühe Rückstand ein weiterer Nackenschlag. Zwar feuerten die Fans ihr Team leidenschaftlich an, doch Chancen ihrer Eintracht sahen sie in der ersten Hälfte nicht. Die Gäste waren technisch versierter und hatten die deutlich bessere Raumaufteilung. Sie verpassten es allerdings, schon vor dem Seitenwechsel für die Entscheidung zu sorgen. Bentley Baxter Bahn (37.) und Mathias Fetsch (43.) hatten durchaus gute Einschussgelegenheiten.

Hofmann bei Lattenkopfball im Pech

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So blieben die Niedersachsen im Spiel, und mangelnder Einsatz war ihnen wirklich nicht vorzuwerfen. Nach einer kurzen Pause, die Halle-Fans mit dem Abbrennen von Pyrotechnik provoziert hatten, erhöhten die Gastgeber das Tempo. Aber fast alles blieb Stückwerk. Ein verunglückter Schuss von David Sauerland sorgte für Aufregung (57.), in Bedrängnis brachte er HFC-Keeper Kai Eisele nicht. Ein anderes Kaliber war dann ein Fetsch-Kopfball auf der anderen Seite. Der Ball klatschte an die Latte (60.). Halle war allerdings nicht mehr derart souverän wie in Durchgang eins. Braunschweig rannte verzweifelt an und hatte tatsächlich noch die Chance zum 1:1: Philipp Hofmann stieg hoch und setzte seinen Kopfball an die Latte (81.).

Mehr ließen die Gäste nicht zu. Sie hätten sogar noch höher gewinnen können. Doch Fetsch scheiterte in der 86. Minute mit einem umstrittenen Elfmeter an "Löwen"-Schlussmann Marcel Engelhardt. Schubert blieb letztlich nur eine Einschätzung aus der Kategorie "Fußball-Phrase": "Wir haben uns am Ende einfach nicht belohnt."

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