Stand: 14.04.2019 17:34 Uhr

VfL Osnabrück: "Nie mehr Dritte Liga!"

von Florian Neuhauss, NDR.de

Ein Tor schöner als das andere - der VfL Osnabrück hat die Auswärtsspartie beim KFC Uerdingen am Sonntag zu einer ersten kleinen Aufstiegsparty gemacht. Die Niedersachsen siegten am Sonntag in Duisburg mit 3:1 (1:0) und die zahlreich mitgereisten Fans sangen lautstark: "Nie mehr Dritte Liga, nie mehr, nie mehr!" Es war der 20. Saisonsieg der Lila-Weißen im 33. Spiel - bei nur drei Niederlagen. "Im Aufstiegsrennen tut uns das natürlich gut", sagte Trainer Daniel Thioune. "Die Spiele werden weniger, die Punkte werden mehr, es läuft optimal für uns." Der Vorsprung auf den Relegationsrang drei beträgt weiter zwölf Punkte. Für Ärger sorgte eine fragwürdige Rote Karte für Osnabrücks Konstantin Engel.

Alvarez setzt das erste Ausrufezeichen

33.Spieltag, 14.04.2019 14:00 Uhr

KFC Uerdingen

1

VfL Osnabrück

3

Tore:

  • 0:1 Alvarez (6.)
  • 0:2 Ouahim (55.)
  • 0:3 Blacha (59.)
  • 1:3 Beister (78., Foulelfmeter)

KFC Uerdingen: Benz - Großkreutz (71. Bittroff), Lukimya, Maroh (84. Osawe), Dorda - Konrad, Pflücke - Beister, Krempicki (62. Kefkir), R. Rodriguez - Aigner
VfL Osnabrück: Körber - Ajdini, Susac, M. Trapp, K. Engel - Ouahim (86. Konrad), Blacha, Taffertshofer, Heider (73. Farrona Pulido) - Alvarez (64. Amenyido), Pfeiffer
Zuschauer: 6301

Weitere Daten zum Spiel

Die Partie brauchte keine Anlaufzeit - besonders Uerdingens Patrick Pflücke nicht. Der Mittelfeldspieler schnappte sich tief in der eigenen Hälfte den Ball, sprintete in einem atemberaubenden Tempo los, lief allen davon und stand wenig später frei vor dem Osnabrücker Tor. Er schoss aber drüber (4.). Glück für den VfL.

Nur zwei Minuten später legte sich auf der anderen Seite Marcos Alvarez den Ball zum Freistoß zurecht - und zeigte, wie das mit dem Ball richtig geht. Der 27-Jährige schoss über die Mauer genau ins Eck, Torhüter Robin Benz gab sich geschlagen - 1:0 für Lila-Weiß.

Die Krefelder näherten sich in der Folge langsam wieder über Standards an. Die beste Chance hatte Stefan Aigner, der 126-malige Bundesliga-Spieler wurde aber im letzten Moment noch gestört (16.). Ansonsten ließen beide Mannschaften nur wenig zu. Ulrich Taffertshofer (19.) und Anas Ouahim (48.) versuchten es genauso erfolglos aus der Distanz wie die Krefelder Maximilian Beister (20.) und Pflücke (35./53.). Beister tauchte einmal frei vor VfL-Keeper Nils Körber auf, rutschte aber aus, bevor er schießen konnte (52.).

Ouahim und Blacha ziehen Uerdingen den Zahn

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Wie schon im ersten Durchgang gaben die Niedersachsen auf die Großchance die prompte Antwort. Diesmal in Person von Ouahim. Der Deutsch-Marokkaner eroberte vor dem KFC-Strafraum den Ball, schlug noch einen Haken und schlenzte das Leder unhaltbar zum 2:0 ins lange Eck (55.). Noch schöner machte es wenig später David Blacha: Osnabrücks Mittelfeldstratege zog aus 25 Metern ab und jagte den Ball in den Winkel (59.). Damit hatten Alvarez und Co. ihrem Gegner, der eigentlich den besseren Eindruck gemacht hatten, den Zahn gezogen.

Mehr als ein verwandelter Foulelfmeter von Beister (77.) war nicht mehr drin für die Hausherren, obwohl sie zehn Minuten in Überzahl spielten. Beister bekam im Zweikampf im Fallen unglücklich den Fuß von Engel in den Schritt. Für Schiedsrichter Timo Gerach offenbar eine Tätlichkeit. Eine fragwürdige Entscheidung, die aber nichts mehr am Osnabrücker Sieg änderte.

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Sportclub | 14.04.2019 | 22:50 Uhr