Stand: 23.03.2019 16:00 Uhr

Hansa bleibt auch beim KSC ungeschlagen

von Florian Neuhauss, NDR.de

Hansa Rostock hat seine Serie in der Dritten Liga ausgebaut. Die Mecklenburger spielten am Sonnabend beim Tabellenzweiten Karlsruher SC 1:1 (0:1) und blieben damit zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. "Das war unter aller Sau", hatte sich Manager Martin Pieckenhagen noch in der Pause am NDR Mikrofon geärgert. Am Ende meinte Trainer Jens Härtel: "In der zweiten Halbzeit war es ein gutes Spiel von uns bei einer guten Mannschaft. Da hatten wir sogar noch die besseren Chancen." Die Rostocker steigerten sich nach dem Seitenwechsel merklich und punkteten verdient. Der erhoffte Sprung in der Tabelle gelang so aber nicht.

Hansa kann Ausfälle nicht verkraften

30.Spieltag, 23.03.2019 14:00 Uhr

Karlsruher SC

1

Hansa Rostock

1

Tore:

  • 1:0 Pisot (22.)
  • 1:1 Scherff (61.)

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler, Kobald, Wanitzek, Sararer (70. Camoglu) - A. Fink, Pourié
Hansa Rostock: Gelios - Ahlschwede, Hüsing, Rieble, Cros (46. Bischoff) - T. Öztürk, Wannenwetsch - Biankadi (90. Hildebrandt), M. Pepic, Scherff - Hilßner (64. Williams)
Zuschauer: 13498

Weitere Daten zum Spiel

Hansa musste in Nordbaden in Julian Riedel (gesperrt), Cebio Soukou (Länderspielreise), Pascal Breier, Marco Königs (beide verletzt) und Vladimir Rankovic (krank) auf ein Quintett verzichten - und erwischte doch einen guten Start. Nach schöner Flanke von Merveille Biankadi traf Lukas Scherff aber den Ball nicht richtig (9.). Danach rissen die Hausherren das Spiel an sich. Anton Fink scheiterte noch zweimal (17./19.), dann köpfte KSC-Kapitän David Pisot eine Ecke von Marvin Wanitzek zum 1:0 in die Maschen (22.).

Die Ausfälle waren den Gästen nun deutlich anzumerken. Ohne etatmäßigen Angreifer fehlte vorne die Durchschlagskraft. Mit nur einem gelernten Innenverteidiger wackelte die Defensive immer wieder gewaltig. Dass es vor der Pause nicht noch schlimmer kam, hatten die Mecklenburger Ioannis Gelios zu verdanken. Der Torhüter war mehrfach gefordert, seine beste Aktion hatte der Grieche, als er gegen Toptorjäger Marvin Pourié mit einer tollen Parade die große Chance zum 0:2 zunichtemachte (28.). Rostock wurde nur noch einmal gefährlich. Aber auch Biankadi traf den Ball nicht richtig und scheiterte an Keeper Benjamin Uphoff (44.).

Scherff belohnt verbesserte Rostocker

In der Pause dürfte es laut geworden sein. Härtel wechselte einmal und stellte von 4-4-2 auf 3-5-2 um. Tatsächlich zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht. Biankadi schoss aus nächster Nähe noch Uphoff an (56.). Fünf Minuten später machte es Scherff besser: Wie im Training einstudiert verlängerte Tanju Öztürk eine Ecke per Kopf genau zum vor dem Tor freistehenden 1,75-Meter-Mann, der ohne Probleme zum 1:1 einköpfte.

Biankadi ohne Glück im Abschluss

Und Härtels Team legte nach. Öztürks Distanzschuss wurde abgefälscht und ging knapp vorbei (67.), Biankadi schoss nach einem Konter weit (75.) und Maximilian Ahlschwede knapp drüber (77.). Viel kam vom KSC nicht mehr. Ein Schuss von Fink war für Gelios kein Problem (80.). Hansa war dichter dran am Sieg, doch vor dem Tor war es einfach nicht Biankadis Tag. Der Kongolese vergab die letzte gute Chance auf die drei Punkte (86.).

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Sportclub | 23.03.2019 | 14:00 Uhr

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