Stand: 09.02.2019 16:06 Uhr

2:0-Heimsieg - Hansa Rostock kann's doch noch

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Torschützen unter sich: Merveille Biankadi (l.) und Lukas Scherff ließen Hansa jubeln.

Aller guten Dinge sind drei: In seinem dritten Pflichtspiel bei Hansa Rostock hat Trainer Jens Härtel den lang ersehnten ersten Drittliga-Sieg eingefahren. Die Mecklenburger setzten sich am Sonnabend zu Hause mit 2:0 (1:0) gegen die SpVgg Unterhaching durch. "Wir wollten Unterhaching vom Tor weg halten, denn da sind sie stark. Damit haben wir ihnen richtig weh getan. Ich denke wir haben hochverdient gewonnen", sagte Rostocks Maximilian Ahlschwede, der mit seinem Team den ersten Dreier seit dem 10. November feierte. Nach dem 4:1 gegen Kaiserslautern schien der Aufstieg noch ein realistisches Saisonziel zu sein. Einziger Kritikpunkt gegen die SpVgg war die Chancenverwertung, die Hanseaten hätten im ersten Heimspiel unter Härtel eigentlich höher gewinnen müssen.

Scherff sorgt für den Befreiungsschlag

23.Spieltag, 09.02.2019 14:00 Uhr

Hansa Rostock

2

Unterhaching

0

Tore:

  • 1:0 Scherff (38.)
  • 2:0 Biankadi (75.)

Hansa Rostock: Gelios - Ahlschwede (90. Rankovic), Hüsing, Riedel - Soukou, T. Öztürk, Wannenwetsch, Rieble - Breier (74. M. Pepic), Evseev (74. Biankadi), Scherff
Unterhaching: Königshofer - Schwabl, Endres (79. Widemann), Greger, Winkler - Porath (79. Anspach), Hufnagel (84. Kiomourtzoglou), Dombrowka, Bigalke - Hain, Schimmer
Zuschauer: 10100

Weitere Daten zum Spiel

Die Marschrichtung der Rostocker war von Beginn an offensichtlich. Härtel hatte seinem Team schnelles Umschalten verordnet - beim Ballgewinn und -verlust. Das klappte gut. Auch das frühe Stören entpuppte sich als clevere Überlegung, um die Gäste bei ihrem ersten Auftritt in diesem Jahr (zwei Spielabsagen) in Schwierigkeiten zu bringen. Besonders Torhüter Lukas Königshofer wirkte unsicher und konnte mehrfach gerade noch mit einer Grätsche klären. Hansa machte aber wie schon bei den beiden Niederlagen zuvor zunächst zu wenig aus den Chancen, die sich das Team im 4-3-3 erspielte. Stellvertretend sei der Konter erwähnt, als die Hausherren in 3:2-Überzahl aufs Hachinger Tor zuliefen, ein Fehlpass von Linksaußen Lukas Scherff die sehr gute Möglichkeit aber jäh beendete (26.).

Gefährlicher wurde es nach Standards. Linksverteidiger Nico Rieble köpfte noch knapp vorbei (34.). Vier Minuten später war es dann soweit: Christoph Greger köpfte eine Ecke nur knapp aus dem Sechzehner. Dort wartete Scherff, der den Ball perfekt annahm und zum 1:0-Befreiungsschlag ins Netz wuchtete. Oder mit den Worten des Torschützen: "Ich steh völlig frei, nehme den Ball kurz an, fackel nicht lange und zieh ab - dann war das Ding drin."

Biankadi macht den Deckel drauf

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Joker Merveille Biankadi (2.v.r.) sticht.

Unterhaching musste nun mehr nach vorne machen - konnte sich aber nicht durchsetzen. Chancen hatten dafür weiter die Rostocker. In der 55. Minute köpfte Willi Evseev aus fünf Metern drüber, nach einer Stunde stand der Kasache nach einem langen Pass plötzlich allein vor dem Tor - scheiterte aber an Königshofer. Acht Minuten später fand Stefan Wannenwetschs Querpass vor dem Tor den einschussbereiten Cebio Soukou nicht.

Doch der Chancenwucher wurde nicht bestraft. Im Gegenteil - das 2:0 war nur aufgeschoben. Härtels Joker stachen. Über Mirnes Pepic kam der Ball zu Merveille Biankadi, beide nicht mal 60 Sekunden auf dem Platz, und der Kongolese schob überlegt zur Entscheidung ein. Biankadi hatte sogar noch das dritte Tor auf dem Fuß, scheiterte aber an Königshofer (88.). In den Schlussminuten durfte dann auch noch Ioannis Gelios sein Können zeigen. Gegen Stefan Schimmer war der Grieche zweimal zur Stelle (88./90.) und hielt damit auch noch die Null.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 09.02.2019 | 19:30 Uhr

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