Stand: 01.09.2018 21:46 Uhr

Eintracht nach Klatsche mit Roter Laterne

von Thomas Luerweg, NDR.de

Eintracht Braunschweig schlittert nach dem Zweitliga-Abstieg immer tiefer in die Krise. Die Mannschaft von Trainer Henrik Pedersen unterlag am Sonnabend Unterhaching deutlich mit 0:3 (0:1) und rutschte nach der herben Klatsche ans Tabellenende der Dritten Liga. Eine Halbzeit lang hielten die Niedersachsen beim neuen Tabellenführer gut mit, ließen sich allerdings einmal auskontern. Nach dem Wechsel erhöhte die Spielvereinigung den Druck und zeigte den "Löwen" in der derzeitigen Verfassung die Grenzen auf. Das Ergebnis war auch in der Höhe leistungsgerecht. "Wir bekommen zu leichte Gegentore", bemängelte der enttäuschte Stürmer Philipp Hofmann nach der Partie im Sportclub.

Unterhachinger Führung nach mustergültigem Konter

6.Spieltag, 01.09.2018 14:00 Uhr

Unterhaching

3

Braunschweig

0

Tore:

  • 1:0 Marseiler (15.)
  • 2:0 Hain (51.)
  • 3:0 Welzmüller (56., Foulelfmeter)

Unterhaching: Königshofer - Welzmüller, Endres, Greger, Winkler - Stahl, Hufnagel (75. Kiomourtzoglou) - Marseiler (65. Hagn), Hain, Porath - Bigalke (81. Widemann)
Braunschweig: Marcel Engelhardt - R. Becker, Burmeister, Valsvik, Amundsen (62. Fejzullahu) - Fürstner, Kijewski - Putaro, Franjic (81. Thorsen), Bulut (73. Otto) - P. Hofmann
Zuschauer: 3000

Weitere Daten zum Spiel

Pedersen stellte seine Startelf nach dem enttäuschenden 0:2 gegen Fortuna Köln viermal um: Malte Amundsen, Felix Burmester und Robin Becker rückten in die Viererkette, Ivan-Leon Franjic sollte die Offensive beleben. Der erst am Freitag von Holstein Kiel verpflichtete Neuzugang Manuel Janzer stand noch nicht im Kader. Den Gästen war ihre Verunsicherung nach fünf sieglosen Spielen deutlich anzumerken. Sie standen in der Defensive zwar zunächst sicher, taten sich aber schwer im Spiel nach vorn. Der Tabellenzweite diktierte das Geschehen und ging schon in der 14. Minute durch einen perfekt gespielten Konter über vier Stationen in Führung: Stephan Hain legte nach einer tollen Kombination über die rechte Seite vor dem Braunschweiger Kasten quer auf Luca Marseiler, der den Ball über die Linie drückte. BTSV-Keeper Marcel Engelhardt war chancenlos.

Braunschweig nicht zwingend genug

Nach dem Gegentreffer brauchten die Niedersachsen eine Weile, um sich von dem Rückschlag zu erholen. Mit zunehmender Spieldauer gelang das immer besser. Nach einer Ecke stieg Hofmann am Fünfmeterraum zum Kopfball hoch und versenkte den Ball im Tor, doch Schiedsrichter Robert Kempter entschied auf Foul (34.). Die Aktion machte den Braunschweigern Mut, die am Drücker blieben und weiter nach vorn spielten - ohne jedoch zwingend zu sein. Auf der Gegenseite kam Hain kurz vor der Pause noch zu zwei großen Gelegenheiten, doch er vergab sowohl per Kopf (42.) als auch aus unmittelbarer Nähe mit den Fuß (45.). Unterm Strich ging die Hachinger Führung zur Halbzeit in Ordnung.

Klare Verhältnisse nach der Pause

Nach der Pause sorgte der Münchner Vorstadtclub schnell für klare Verhältnisse: Über Sascha Bigalke und Alexander Winkler kam der Ball zu Hain, der das Spielgerät mit Wucht in den rechten Winkel hämmerte (51.). Drei Minuten später kam es noch dicker für den BTSV: Becker brachte im Strafraum Marseiler zu Fall, und Kempter zeigte zu Recht auf den Punkt. Josef Welzmüller verwandelte den Strafstoß souverän zum 3:0 (56.). Die Partie war entschieden. Leandro Putaro machte mit zwei Schüssen auf sich aufmerksam (78., 85.), doch auch ihm gelang keine Ergebniskorrektur mehr. Für Heiterkeit sorgten einige Braunschweiger Fans, als sie eine Klobürste aus dem Gästeblock auf das Spielfeld warfen. Eine überflüssige Aktion, die zum gebrauchten Tag der Niedersachsen passte. Der Absteiger steht vor schwierigen Wochen in der Dritten Liga.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.09.2018 | 14:00 Uhr