Stand: 09.03.2019 15:57 Uhr

Eintracht Braunschweig erkämpft Remis

von Thomas Luerweg, NDR.de
Bild vergrößern
In einem umkämpften Spiel trennten sich Braunschweig und Würzburg 2:2.

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat die Chance verpasst, zum ersten Mal nach dem zweiten Spieltag die Abstiegszone zu verlassen. Das Team von Trainer André Schubert kam am Sonnabend beim 2:2 (0:1) gegen starke Würzburger Kickers zum zweiten Mal in Folge nicht über ein Remis hinaus. Die "Löwen" holten zweimal einen Rückstand auf, doch sie hatten in der Vorwärtsbewegung zu wenig Durchschlagskraft, um den ersehnten Dreier einzufahren. In einer turbulenten Partie bewiesen die Braunschweiger Moral, müssen aber in der prekären Tabellensituation im Abstiegskampf dringend punkten. Schubert haderte bei NDR 2 mit dem Spielglück: "Wenn wir die glücklicheren Momente auf unserer Seite gehabt hätten, hätten wir das Spiel gewonnen." Dennoch war er zufrieden: "Wenn Du zweimal hinten liegst, auch in der Schlussviertelstunde, dann ist ein 2:2 ganz in Ordnung.

Eintracht beißt sich in die Partie

27.Spieltag, 09.03.2019 14:00 Uhr

Braunschweig

2

Würzburger K.

2

Tore:

  • 0:1 Elva (27.)
  • 1:1 Otto (59.)
  • 1:2 Kurzweg (68.)
  • 2:2 Pfitzner (81., Handelfmeter)

Braunschweig: Fejzic - B. Kessel, R. Becker, Menz (67. Nkansah), Kijewski - Otto, Rütten (72. Pfitzner), Nehrig - Bulut (74. Feigenspan), P. Hofmann, Bär
Würzburger K.: Drewes - P. Göbel, Hägele, Schuppan, Kurzweg - F. Kaufmann, Bachmann, Gnaase (72. Sontheimer), Elva (86. Küc) - Baumann, Ademi (86. P. Breitkreuz)
Zuschauer: 17030

Weitere Daten zum Spiel

Schubert stellte nach der Nullnummer in Jena seine Startelf auf drei Positionen um: Neben Kapitän Stephan Fürstner, der grippegeschwächt fehlte, blieben Steffen Nkansah und Mike Feigenspan draußen. Dafür rückte Robin Becker nach abgesessener Gelbsperre in die Viererkette, davor kamen Onur Bulut und im rechten offensiven Mittelfeld Yari Otto zum Einsatz. Nach stürmischem Beginn der "Löwen" mit dem ersten Torabschluss von Nils Rütten aus 15 Metern (2.) kamen die Gäste besser in die Partie. Durch frühes Anlaufen störten die Franken immer wieder den Spielaufbau der Eintracht. Der BTSV konnte sich erst Mitte der ersten Hälfte befreien und erarbeitete sich nach einem Einwurf und einem Steilpass eine Riesenchance durch Bulut, doch er scheiterte mit einem Heber aus spitzem Winkel (23.). Eine Minute später traf Philipp Hofmann den Ball aus zehn Metern nicht richtig - er kullerte am rechten Pfosten vorbei.

Kalte Dusche durch Elva

Als die Fans an der Hamburger Straße mit einer Eintracht-Führung rechneten, demonstrierten die Würzburger ihre Auswärtsstärke: Janik Bachmann setzte mit einem tollen Zuspiel auf Fabio Kaufmann Braunschweigs Defensive außer Gefecht, aber BTSV-Keeper Jasmin Fejzic konnte den Schuss stark parieren (27.). Der Ball blieb in der Gefahrenzone, Dave Gnaase bediente Caniggia Elva und der Stürmer aus St. Lucia vollstreckte aus 16 Metern zum 1:0 (27.). Eine kalte Dusche für die Niedersachsen. Wenig später traf Gnaase mit dem Vollspann Niko Kijewski im Gesicht und hatte Glück, dass er dafür lediglich Gelb sah und der Braunschweiger weitermachen konnte (36).

Drei Treffer nach der Pause

In der turbulenten Nachspielzeit hatten beide Teams noch Riesengelegenheiten, doch die Keeper hielten ihren Kasten mit viel Mühe sauber. Die Eintracht hatte mehr vom Spiel, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Die Führung der effizienteren Kickers zur Pause war daher nicht unverdient. Nach dem Wechsel verhinderte Fejzic zunächst mit einer Glanztat einen höheren Rückstand, als er einen Schuss von Baumann im Fünfmeterraum abwehrte (49.). Bei heftigem Regen fiel dann aber etwas unerwartet der Ausgleich auf der anderen Seite: Ein abgefälschter Schuss von Bulut landete bei Hofmann am linken Pfosten. Er legte quer und Otto schob den Ball locker über die Linie (60.). Eine Minute später fand eine scharfe Hereingabe von Benjamin Kessel keinen Abnehmer. Das hätte die Führung sein können.

Doch die Gäste ließen sich nicht verunsichern und gingen erneut in Führung. Hofmann lenkte einen Schuss von Peter Kurzweg unhaltbar ins eigene Tor (68.). Die Entscheidung? Nein, denn die Eintracht kam noch einmal zurück. Eine Braunschweiger Hereingabe sprang im FWK-Strafraum Daniel Hägele an die Hand und Schiedsrichterin Katrin Rafalski zeigte zu Recht auf den Punkt. Marc Pfitzner vollstreckte eiskalt zum 2:2 (82.). Zu mehr reichte es aber nicht.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 10.03.2019 | 22:50 Uhr

Mehr Sport

02:02
Hamburg Journal
02:28
Schleswig-Holstein Magazin