Stand: 23.02.2019 20:39 Uhr

Clevere Meppener düpieren Hansa Rostock

von Martin Schneider, NDR.de

Ein Nordduell in der Dritten Liga mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten: Während der FC Hansa Rostock am Sonnabend im Heimspiel gegen den SV Meppen in Durchgang eins beste Tormöglichkeiten ausließ, bewahrten die Emsländer nach dem Seitenwechsel einen kühlen Kopf und fuhren an der Ostsee einen 2:0 (0:0)-Sieg ein. "Wer im Fußball die Tore macht, gewinnt das Spiel", brachte es Hansa-Trainer Jens Härtel treffend auf den Punkt. Meppen zog in der Tabelle durch den siebten Erfolg in den vergangenen neun Spielen an den Mecklenburgern vorbei, deren Aufwärtstrend nach zwei Dreiern in Folge vorerst gestoppt ist.

Stürmischer Beginn der Gastgeber

25.Spieltag, 23.02.2019 14:00 Uhr

Hansa Rostock

0

SV Meppen

2

Tore:

  • 0:1 Komenda (51.)
  • 0:2 Leugers (62.)

Hansa Rostock: Gelios - Ahlschwede, Hüsing, Riedel (84. Bülow), Rieble (70. Donkor) - Biankadi, T. Öztürk, Wannenwetsch (76. M. Pepic), Scherff - Soukou, Breier
SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Puttkammer, Komenda, Amin - Wagner, Leugers - Guder (89. Born), Piossek (76. Kremer), Granatowski (79. Vidovic) - Proschwitz
Zuschauer: 12017

Weitere Daten zum Spiel

Die Gastgeber begannen furios. In der dritten Minute bediente der wiedergenesene Maximilian Ahlschwede Torjäger Cebio Soukou, der den Ball in Rücklage aus sechs Metern knapp über das Gehäuse beförderte. 60 Sekunden später scheiterte Pascal Breier mit einem Kopfball aus ähnlicher Distanz an Meppens Torhüter Erik Domaschke. Der 33-Jährige, der mit Mundschutz spielte, schrie seine Vorderleute an, endlich aufzuwachen. Doch die Emsländer gefielen sich in der ersten Viertelstunde in der Rolle der freundlichen und unaufdringlichen Gäste. Dass Hansa nicht in Führung ging, lag einzig an der mangelhaften Chancenverwertung der Mecklenburger. Der für den verletzten Willi Evseev spielende Merveille Biankadi verzog aus guter Position (11.), Breier prüfte erneut Domaschke (15.). Viel Aufwand, aber wenig Ertrag.

Meppens Glück: Rostocks Chancenverwertung

Die Gäste hatten eine einzige Offensivaktion im ersten Durchgang: Der Kopfball von Nick Proschwitz nach einer Ecke ging knapp am linken Pfosten vorbei (22.). Den Meppenern fehlte der verletzte Taktgeber Julian von Haacke im Mittelfeld an allen Ecken und Enden, Fehlpässe häuften sich. Einer davon hätte sich fast gerächt: In der 42. Minute hatte Biankadi das leere Tor vor sich, doch der Kongolese umkurvte mit zu viel Schwung den herauseilenden Domaschke und legte sich den Ball zu weit vor. Hassan Amin klärte, schüttelte entnervt den Kopf und war wie alle anderen Meppener kurze Zeit später froh über den Pausenpfiff. Dass der Deutsch-Afghane mit seiner Rettungsaktion die Wende im Spiel einleitete, konnte er da noch nicht wissen.

Verkehrte Welt in Halbzeit zwei

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Lässt sich feiern: Meppens Torschütze Marco Komenda (Mitte).

Nach dem Seitenwechsel schlug eben jener Amin als Standard-Beauftrager einen Freistoß aus der Zentrale in den Strafraum, Marco Komenda hielt die Haarspitzen hin - und Meppen führte mit 1:0 (52.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt und Rostock geschockt. Die Gastgeber verstrickten sich nun in Nickeligkeiten und Diskussionen mit Schiedsrichter Jonas Weickenmeier, während die Emsländer kühlen Kopf behielten und das Glück auf ihrer Seite hatten. Den Beweis dafür lieferte Thilo Leugers, der den Ball aus 30 Metern volley zum 2:0 ins Tor hämmerte (63.) und sich damit sicherlich in der Auswahl zum "Tor des Monats" befinden wird. "Ich nehme den Ball mit der Brust an und versuch's einfach mal. Und er fällt glücklich rein. Bei zehn Versuchen geht er vielleicht einmal rein, wenn ich Glück hab", gibt sich der Torschütze nach dem Spiel bescheiden. Rostock steckte nicht auf, doch das Gäste-Tor blieb wie vernagelt: Breier (71.) und der eingewechselte Mirnes Pepic (85.) ließen weitere Hansa-Chancen liegen. So blieb es am Ende beim glücklichen Sieg für clevere Meppener.

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Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Nordmagazin | 23.02.2019 | 19:30 Uhr

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