Wolfsburgs Fußballprofi Renato Steffen trägt eine FFP2-Maske. © imago images / Hübner

Nach Corona-Erkrankung: Steffens eindringlicher Appell

Stand: 26.11.2020 12:19 Uhr

Renato Steffens Corona-Infektion ist zwei Monate her, die Nachwirkungen der Erkrankung spürt der Bundesligaprofi des VfL Wolfsburg aber bis heute. Das habe ihn im Umgang mit seinen Mitmenschen noch einmal mehr sensibilisiert.

von Matthias Heidrich

In Wolfsburg nennen ihn die Mitspieler schlicht "Pitbull". "Wenn der einmal zugebissen hat, dann lässt er nicht mehr los, sagt man. So bin ich auch", erzählt der 29-Jährige im NDR 2-Bundesligashow-Podcast. Er habe zwei Gesichter: "Auf dem Platz will ich unbedingt gewinnen, da kenne ich kein Pardon und auch keine Freunde." Außerhalb sei er der "perfekte Schwiegersohn", sagt der Schweizer und lacht.

Manchmal fällt das Atmen noch schwer

Beim Thema Corona wird der flinke Außenstürmer allerdings ernst, berichtet eindringlich über seine Covid-19-Erkrankung und die anhaltenden Probleme: "Man merkt, dass da im Körper noch irgendwas ist, auch wenn man beschwerdefrei ist." Er fühle sich zwischendurch immer mal wieder schwach oder habe Tage, an denen er wieder schwerer Luft bekomme.

Renato Steffen vom VfL Wolfsburg © imago images/Hübner
AUDIO: NDR 2-Bundesligashow-Podcast mit Robin Dutt und Renato Steffen (58 Min)

Geschmackssinn noch nicht wieder zurück

Nach seinem positiven Test Anfang Oktober war der 29-Jährige in häusliche Quarantäne gegangen, kehrte nach zehn Tagen zurück zum Team und steht nun wieder in der Stammformation von Trainer Oliver Glasner. "Ich bin auf dem Weg zu 100 Prozent", sagt der Nationalspieler.

Angefangen hatte es bei dem VfL-Profi mit Kopfschmerzen und leichtem Husten, die klassischen Corona-Symptome. Auch sein Geschmackssinn ging verloren. "Den habe eigentlich bis jetzt noch nicht wieder", berichtet Steffen. "Die Nachwirkungen sind schwerer als bei einer normalen Grippe."

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Sohn "zum Glück negativ"

Auch die Quarantäne sei schwer gewesen. Sein zwei Jahre alter Sohn verstand nicht, warum sich Papa von ihm fernhalten sollte. "Du willst deinen Sohn ja auch mal in den Arm nehmen. Er war zum Glück negativ", so Steffen. Allerdings infizierte sich auch seine Frau.

Steffens Appell: "Tragt die Maske, egal wo"

Diese Zeit und auch die anhaltenden Nachwirkungen hätten ihn noch einmal mehr sensibilisiert im Umgang mit seinen Mitmenschen. Er möge sich nicht ausmalen, dass sich "jemand wegen mir ansteckt und der vielleicht eine Mutter oder einen Vater hat, denen es nicht gut geht".

"Achtet besser auf eure Mitmenschen. Tragt die Maske, egal wo", lautet der Appell von "Schwiegersohn" Steffen. Den Pitbull will der Schweizer erst am Freitag (20.30 Uhr, im NDR Livecenter) wieder von der Leine lassen, wenn das Nordduell in Wolfsburg gegen Werder Bremen ansteht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 26.11.2020 | 06:00 Uhr

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