Vier Spiele, kein Sieg: VfL Wolfsburg verliert auch in Leipzig

Stand: 27.08.2022 18:20 Uhr

Der VfL Wolfsburg wartet auch nach dem vierten Spiel noch auf den ersten Sieg der neuen Bundesliga-Saison. Das Team von Trainer Niko Kovac verlor am Sonnabend beim zuvor ebenfalls noch sieglosen RB Leipzig mit 0:2 (0:1). Doch eigentlich war mehr drin für die "Wölfe".

von Florian Neuhauss

Kovac hatte nach dem Remis gegen Schalke (0:0) die in der zweiten Hälfte eingewechselten Ridle Baku, Maximilian Philipp und auch Max Kruse in die Startelf beordert. Um Kruse hatte es zuletzt immer wieder Diskussionen gegeben. Nach dem Krisengipfel mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke durfte der ehemalige Nationalspieler also erstmals unter dem neuen Coach von Beginn an ran, die zweite Saisonniederlage verhindern konnte aber auch er nicht.

"Wir haben uns das anders vorgestellt. Das war einfach zu wenig", fand Kruse gewohnt klare Worte und fügte hinzu: "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen und lernen, dass wir als Mannschaft zusammenarbeiten müssen. Es ist scheiß-egal, welcher Trainer an der Seitenlinie steht. Wenn wir nicht als Einheit auftreten, wird es schwierig."

Wolfsburg nach frühem Rückstand von der Rolle

Um Kruse ging es im Spiel lange nicht. Im Mittelpunkt stand nach gerade einmal drei Minuten Maxence Lacroix. Der Videoassistent machte Schiedsrichter Bastian Dankert auf ein Handspiel des VfL-Verteidigers aufmerksam - und Dankert entschied zu Recht auf Strafstoß. Leipzigs Christopher Nkunku trat an und verwandelte sicher zum 1:0.

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Die Aufgabe war ohnehin schwer genug, nach dem frühen Rückstand wurde es für Wolfsburg nicht leichter. In der 15. Minute hätte Dani Olmo nach einem haarsträubenden Fehler von Lacroix-Nebenmann Micky van de Ven eigentlich auf 2:0 stellen müssen. Der Spanier schoss jedoch vorbei.

Die "Wölfe" konnten sich derweil gar nicht in Szene setzen. Die Passquote von unter 70 Prozent ließ zu wünschen übrig, Torchancen erspielten sie sich so gar nicht. Ganz anders Leipzig, das sich eine höhere Führung verdient gehabt hätte.

"Wölfe" plötzlich wach, aber ohne Biss

So blieb es immerhin aufgrund des Ergebnisses spannend. Und tatsächlich gelang es Kovac in der Pause unter anderem mit einem Doppelwechsel, neue Bewegung ins Spiel zu bringen. Joker Omar Marmoush zwang Torhüter Janis Blaswich fünf Minuten nach Wiederanpfiff zur ersten Parade. Und Wolfsburg blieb dran. Erst scheiterte Lukas Nmecha an Blaswich (57.). Nach der folgenden Ecke tauchte auf einmal Kruse am langen Pfosten auf, traf aber nur ans Außennetz. Und einen abgefälschten Schuss von Josip Brekalo lenkte Blaswich gerade noch über die Latte (60.).

Doch es war ein Vabanque-Spiel, denn Leipzig setzte nun auf Konter. In der 62. Minute war Nkunku durch, schoss aber vorbei. Ansonsten waren immer wieder die Sprintqualitäten von Lacroix und van de Ven gefragt - und beide zeigten nach schwerem Start einige Male ihre Klasse.

Kovac zog alle Offensiv-Optionen, die seine Bank hergab. Kruse kam auch noch mal zum Abschluss, verfehlte jedoch das Tor (84.). Und kurz vor Beginn der fünfminütigen Nachspielzeit machte dann Nkunku mit seinem zweiten Treffer alles klar (90.).

4.Spieltag, 27.08.2022 15:30 Uhr

RB Leipzig

2

VfL Wolfsburg

0

Tore:

  • 1:0 Nkunku (4., Handelfmeter)
  • 2:0 Nkunku (90.)

RB Leipzig: Blaswich - Simakan, Orban, Halstenberg (82. Schlager) - Henrichs (42. Gvardiol), Laimer, Kampl (64. Haidara), Raum - Olmo - Nkunku, A. Silva (64. Werner)
VfL Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, van de Ven, Paulo Otavio - Arnold (72. Svanberg), Guilavogui (46. F. Nmecha) - J. Kaminski (46. Marmoush), M. Philipp (59. Brekalo), Kruse - L. Nmecha (58. L. Waldschmidt)
Zuschauer: 41243

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 27.08.2022 | 15:30 Uhr

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