Stand: 17.03.2019 15:48 Uhr

Braunschweigs Wunder nimmt Konturen an

von Hanno Bode, NDR.de

Eintracht Braunschweig steht erstmals seit dem zweiten Drittliga-Spieltag Anfang August des vergangenen Jahres wieder auf einem Nichtabstiegsplatz. Das Team von Trainer André Schubert schlug am Sonntagnachmittag den Nordrivalen SV Meppen mit 3:0 (1:0) und verbesserte sich auf Rang 16. Stephan Fürstner brachte die "Löwen" kurz vor der Pause in Führung (42.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Marc Pfitzner mit zwei Elfmetern (50., 59.) für die Entscheidung. Es war die sechste Partie in Folge für den BTSV ohne Niederlage. Meppens tolle Serie von sieben ungeschlagenen Spielen am Stück endete hingegen.

Die Spieler von Eintracht Braunschweig bejubeln das 1:0 von Stephan Fürstner (M.) gegen den SV Meppen © imago images / Werner Scholz Foto: Werner Scholz

Braunschweig siegt nach kuriosem Beinahe-Tor

Sportclub -

Drittligist Eintracht Braunschweig hat die Abstiegsplätze verlassen. Die Niedersachsen siegten im Nordduell gegen Meppen mit 3:0. Nach einem kuriosen Beinahe-Tor lief es für den BTSV.

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Fürstners Führungstor, Janzers Missgeschick

29.Spieltag, 17.03.2019 14:00 Uhr

Braunschweig

3

SV Meppen

0

Tore:

  • 1:0 Fürstner (42.)
  • 2:0 Pfitzner (50., Foulelfmeter)
  • 3:0 Pfitzner (59., Handelfmeter)

Braunschweig: Fejzic - B. Kessel, R. Becker, Nkansah, Kijewski - Fürstner (84. Menz), Nehrig, Pfitzner - Bär, P. Hofmann (89. Düker), Janzer (68. Feigenspan)
SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Puttkammer, Komenda, Amin - Tankulic, Leugers - Kleinsorge (62. Kremer), Piossek (62. Undav), Granatowski (46. Guder) - Proschwitz
Zuschauer: 18190

Weitere Daten zum Spiel

Die Eintracht war in der Anfangsphase das aktivere Team. Marcel Bär (Schuss ans Außennetz/5.) und Benjamin Kessel (scheiterte per Kopf an Erik Domaschke/11.) besaßen zwei gute Gelegenheiten zur frühen Führung für den deutschen Meister von 1967. Im Anschluss fanden die Gäste peu à peu besser in die Partie und wären in der 24. Minute beinahe in Führung gegangen, als Hassan Amin einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den Kopf von Luka Tankulic schlug, der Mittelfeldmann jedoch am Pfosten scheiterte. Später hatte dann noch Meppens Top-Torjäger Nick Proschwitz das 1:0 für sein Team auf dem Fuß. Der frühere England-Legionär fand seinen Meister aber in Keeper Jasmin Fejzic (39.). 60 Sekunden später kam es auf der Gegenseite zu einer der kuriosesten Szenen der bisherigen Drittliga-Saison: Zunächst traf Manuel Janzer aus fünf Metern freistehend nur den Pfosten, den anschließenden Nachschuss von Fürstner wehrte der noch am Boden liegende Braunschweiger dann unfreiwillig mit dem Kopf ab. Nur gut für den früheren Kieler, dass sein Kapitän kurz darauf ein Zuspiel von Bär aus elf Metern zur nicht unverdienten Eintracht-Führung ins Gehäuse schoss. Ansonsten hätte Janzer ob seines doppelten Missgeschicks vielleicht schlaflose Nächste vor sich gehabt. "Mir sind nach dem 1:0 auf jeden Fall viele Steine vom Herzen gefallen", gab der 27-Jährige im Gespräch mit "Magenta Sport" zu.

Pfitzners Doppelpack sorgt für Entscheidung

Kurz nach dem Seitenwechsel waren alle Augen erneut auf Janzer gerichtet, als er nach einem Zweikampf mit Steffen Puttkammer im SVM-Strafraum zu Boden ging. Schiedsrichter Nicolas Winter hatte gute Sicht auf die Dinge und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Pfitzner verwandelte sicher zum 2:0. Wesentlich umstrittener war die zweite Strafstoß-Entscheidung des Unparteiischen. Ein Schuss von Pfitzner war Amin an den Arm geprallt. Winter hatte jedoch eine aktive Bewegung des Linksverteidigers zum Ball gesehen und entschied auf Penalty. Erneut lief Braunschweigs Routinier an. Abermals verlud er Domaschke. Die Gäste waren hernach bemüht, noch Ergebniskosmetik zu betreiben. Am Ende der kräftezehrenden englischen Woche fehlten den Emsländer aber die häufig zitierten "Körner", um das Resultat noch aufzuhübschen.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.03.2019 | 23:00 Uhr

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