Stand: 23.11.2019 15:55 Uhr

Antwerpen bei "Löwen"-Sieg mit glücklichem Händchen

von Bettina Lenner, NDR.de
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Braunschweigs Trainer Marco Antwerpen (l.) sah eine durchwachsene Leistung - und einen Sieg.

Lange sah es danach aus, als würde das Debüt des neuen Braunschweig-Trainers Marco Antwerpen misslingen. Bis zur 75. Minute lag die Eintracht am Sonnabend gegen Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC mit 0:1 zurück und nichts deutete darauf hin, dass die "Löwen" die Niederlage noch abwenden könnten. Doch dann schlug der vom neuen Coach nach der Pause eingewechselte Mike Feigenspan gleich doppelt zu und drehte die Partie binnen einer Minute. 2:1 (1:0) triumphierten die "Löwen" am Ende - der erste Heimsieg seit dem 24. August.

"Auch das gehört manchmal dazu, um so ein Spiel zu drehen, dass man mit Einwechslungen gut ist. Wir gehen mit einem 2:1-Sieg hier raus, wir haben das Spiel gedreht, das nehmen wir mit. Wir haben viel Mentalität und Leidenschaft reingelegt und hintenraus auch gesehen, dass wir richtig gut Fußball spielen können, wenn das Selbstbewusstsein wieder da ist", bilanzierte Antwerpen im NDR Sportclub.

Kessel und Bär mit ersten Chancen

Der Trainer ging die Aufgabe mit einer offensiven Ausrichtung an und setzte zudem in Nick Proschwitz, Marcel Bär und Kapitän Bernd Nehrig, der zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses länger ausgefallen war, auf drei Veränderungen in der Startelf. Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeber, schon nach zwei Minuten verbuchte Benjamin Kessel die erste Chance, bugsierte den Ball aber direkt in die Arme von Jakub Jakubov. Auch fünf Minuten später war der CFC-Keeper zur Stelle, als er den Schuss von Bär stark mit der Schulter parierte.

Braunschweig verunsichert, Chemnitz selbstbewusst

Die anfängliche Überlegenheit der "Löwen" kippte mit zunehmender Spieldauer zugunsten der Gäste, die nach bis dato fünf Spielen in Serie ohne Niederlage sehr selbstbewusst auftraten. Zudem vergab die Eintracht in der 22. Minute ihre größte Chance der ersten Hälfte kläglich. Da segelte der Freistoß von Martin Kobylanski über alle Köpfe hinweg und landete überraschend bei Robin Ziegele, der völlig perplex aus vier Metern an Jakubov scheiterte. Auf der Gegenseite machte es Philipp Hosiner kurz darauf besser. Der Stürmer stand ebenso frei wie Flankengeber Rafael Garcia und nickte unbehelligt aus kürzester Distanz ein.

16.Spieltag, 23.11.2019 14:00 Uhr

Braunschweig

2

Chemnitzer FC

1

Tore:

  • 0:1 Hosiner (23.)
  • 1:1 Feigenspan (75.)
  • 2:1 Feigenspan (76.)

Braunschweig: Fejzic - B. Kessel, R. Becker, Ziegele, Kijewski - Nehrig (69. Putaro) - Kobylanski, Kammerbauer (46. Wiebe) - Ademi (46. Feigenspan) - Proschwitz, Bär
Chemnitzer FC: J. Jakubov - Itter, Hoheneder, Reddemann, Blumberg (90. Hoppe) - Tob. Müller, Mat. Langer - Bonga, Tallig (75. Campulka), Garcia (79. Tuma) - Hosiner
Zuschauer: 16790

Weitere Daten zum Spiel

Das 0:1 verunsicherte die ohnehin vor allem in der Abwehr wackeligen Braunschweiger weiter, Chemnitz war nun klar überlegen und kontrollierte das Geschehen. Die "Löwen" hatten es ihrem Schlussmann Jasmin Fejzic zu verdanken, dass der Rückstand zur Pause nur ein Tor betrug. Der Keeper parierte kurz vor der Halbzeit stark gegen Garcia und CFC-Kapitän Niklas Hoheneder. Ihm dürfte das gellende Pfeifkonzert der Eintracht-Fans nach den ersten 45 Minuten nicht gegolten haben.

Joker Feigenspan bringt die Wende

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Leistung der Hausherren, die über weite Strecken lethargisch wirkten und schnell den Ball verloren, auf einem äußerst überschaubaren Niveau. Die Sachsen verlegten sich darauf, den Vorsprung zu verwalten. Attraktiv war das nicht, aber zunächst erfolgreich. Bis Feigenspan zuschlug, bei dessen Einwechslung Antwerpen ein glückliches Händchen bewies. Erst rauschte ein als Flanke gedachter Ball des Jokers an Freund und Feind vorbei ins Tor. Dann staubte er Sekunden später sehenswert per Kopf zur Führung ab - der Siegtreffer! Die nächste Partie bestreitet die Eintracht am 2. Dezember gegen Zwickau ebenfalls daheim. Ohne Kessel, der gegen Chemnitz seine fünfte Gelbe Karte kassierte.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 23.11.2019 | 14:00 Uhr