Stand: 20.04.2019 20:40 Uhr

Aufstieg! VfL Osnabrück ist wieder zweitklassig

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Am Sonnabend um 15:50 Uhr gab es kein Halten mehr an der Bremer Brücke: Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main) stürmten Hunderte Fans den Rasen, um mit den Profis des VfL Osnabrück zu feiern. Bereits vier Spieltage vor dem Saisonende ist der Aufstieg in die Zweite Liga perfekt. Nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg des VfL gegen Aalen und dem Patzer von Wehen Wiesbaden (1:3 bei Carl Zeiss Jena) kann Osnabrück nicht mehr von einem Aufstiegsrang verdrängt werden.

"Es ist einfach grandios. Die Stadt und die Mannschaft haben acht Jahre darauf gewartet, diese Liga zu verlassen. Und jetzt hoffen wir, dass wir eine Bereicherung für die Zweite Liga sind. Das ist ein großer Moment", freute sich Osnabrücks Trainer Daniel Thioune. "Eine unfassbare Saison", sagte Torhüter Nils Körber: "Nach zehn Spieltagen hat jeder gesagt: Die hatten Glück. Aber es war harte Arbeit. Jetzt haben wir es geschafft und feiern richtig."

Agu köpft den Spitzenreiter in Führung

34.Spieltag, 20.04.2019 14:00 Uhr

VfL Osnabrück

2

VfR Aalen

0

Tore:

  • 1:0 Agu (28.)
  • 2:0 Girth (88.)

VfL Osnabrück: Körber - Ajdini, Taffertshofer, M. Trapp, Agu (79. S. Tigges) - Amenyido (75. Alvarez), Susac, Blacha, Heider (90.+1 Danneberg) - Girth, Ouahim
VfR Aalen: Bernhardt - Ristl (14. Büyüksakarya), Schoppenhauer, Rehfeldt, Schorr - Papadopoulos (61. Sessa), Geyer, Fennell, Bühler (69. Amelhaf) - Sliskovic - Schnellbacher
Zuschauer: 14358

Weitere Daten zum Spiel

Ein ausverkauftes Stadion und schönstes Sommerwetter bildeten die perfekte Kulisse für den Osnabrücker Feiertag. Thiounes Mannschaft spielte anlässlich des 120-jährigen Vereinsjubiläums in Retrotrikots und ließ gegen Schlusslicht Aalen keine Zweifel daran aufkommen, dass sie ihre Aufgabe erledigen würde. Der VfL dominierte und hatte schon in der Anfangsviertelstunde vier gute Chancen. Dann traf Felix Agu im Nachsetzen per Kopf zum 1:0 (29.). Da zu diesem Zeitpunkt Wiesbaden schon mit 0:2 in Jena zurücklag, wurde die ohnehin prächtige Stimmung an der Bremer Brücke noch euphorischer.

Die VfL-Profis ließen es aber im Gefühl der deutlichen Überlegenheit in der zweiten Hälfte ruhiger angehen. Mit einem Ohr und einem Auge waren alle bei den Partien in Karlsruhe und Jena. Zwar ging der KSC gegen Meppen in Führung, doch das konnte den Osnabrückern egal sein, solange Wiesbaden nicht noch die Wende schaffen würde. Sie gelang den Hessen nicht.

"Nie mehr Dritte Liga!"

Durch das Stadion schwappte "La Ola", der Klassiker "Nie mehr Dritte Liga!" wurde angestimmt. Benjamin Girth köpfte in der vorletzten Minute das 2:0. Anschließend liefen bereits Dutzende Fans auf den Rasen, verließen ihn aber auch schnell wieder. Es folgte der Schlusspfiff und eine Feier im Stadion, die vor der Saison wohl auch die größten Optimisten nicht erwartet hätten. Der VfL Osnabrück steigt zum siebten Mal in die Zweite Liga auf - Rekord. "Es sah nicht so aus. Aber letzten Monate waren sehr, sehr schwer. Für mich ist der Aufstieg etwas ganz Besonders. Ich bin ein Osnabrücker Junge" freute sich Thioune.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 20.04.2019 | 14:00 Uhr

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