Stand: 06.01.2020 15:41 Uhr  | Archiv

Nussknacker: Welcher knackt am besten?

Nüsse sind lecker, gesund - und hart. Ohne Werkzeug kommt man kaum an den schmackhaften Kern. Grundsätzlich genügen auch ein Stein, ein Hammer oder eine Zange, um die Schale zu öffnen. Nach einem beherzten Schlag auf die Nuss bleibt aber nicht mehr übrig als ein Brei aus Schale und Kern. Seit Jahrhunderten haben sich Menschen daher Gedanken über ein hilfreiches Werkzeug gemacht: den Nussknacker.

Der Klassiker

Ein Nussknacker mit Haselnüssen. © Colourbox Foto: Lars Kastilan
Der Klassiker knackt die meisten Nüsse.

Das klassische Modell erinnert an eine Zange. Sein Prinzip ist einfach: Zwei Metallhebel sind an einem Ende mit einem Gelenk verbunden. Die Nuss wird in eine der beiden unterschiedlich großen Ausformungen gelegt und der Nussknacker gefühlvoll mit einer Hand zugedrückt. Die Hebelwirkung verstärkt den Druck auf die Nuss bis die Schale reißt. Die ovalen Ausformungen sorgen dafür, dass die Nuss nicht wegrutscht und der Kern selbst bei maximalem Druck nicht zerdrückt wird. Fazit: einfach, praktisch, klein und nahezu unverwüstlich selbst bei harten Mandeln.

Die Schraubstöcke

Ein Nussknacker mit Schraubstock und Walnüssen. © Colourbox Foto: Lars Kastilan
Bei harten Nüssen wird es mit dem Schraubmodell schwierig.

Sauberes Knacken versprechen Geräte nach dem Schraubstock-Prinzip. Die Nuss liegt in einem Becher aus Holz oder Metall, ein Bolzen mit Gewinde wird in den Becher geschraubt. Der Druck lässt sich perfekt dosieren, hängt allerdings stark von der Kraft ab, mit der die Schraube gedreht werden kann. Vorteil: Die Schalen bleiben im Becher liegen. Für die sehr harten Macadamia-Nüsse eignen sich spezielle Schraubstock-Knacker aus Metall.

Die Schleuder

Neben diesen bewährten Prinzipien kommen immer wieder neue Erfindungen auf den Markt - wie die Nussschleuder. Dabei wird eine Nuss in einen Metallbehälter gelegt. Darauf schraubt man einen Deckel mit einem Gummibeutel. Nun die Nuss mit dem Gummibeutel greifen und das Gummi dehnen. Nach dem Loslassen kracht die Nuss mit Schwung gegen den Metallboden. Bei guter Dosierung springt die Schale auf und bleibt mit dem Kern in der Dose liegen.

Der Spalter für Walnüsse

Speziell für Walnüsse wurde der Nussspalter entwickelt. Ein dreieckiges Metallstück mit einer flachen Spitze wird in die obere Öffnung der Nuss gedrückt und gedreht. Die beiden Hälften der Walnuss springen auseinander, die Kerne lassen sich mit der Spitze heraushebeln.

Die Figuren

Nussknacker-Figur mit einer Walnuss im Mund.
Nussknacker-Figuren sind nur bedingt geeignet, um Nüsse zu knacken.

Sehr dekorativ sind große Nussknacker-Figuren, auch Nussbeißer genannt. Die Nuss liegt in einer Öffnung, dem Mund des aufgemalten Gesichts. Per Hebel an der Rückseite drückt der "Unterkiefer" auf die Nuss. Die bunten Holzfiguren gibt es in vielen Varianten. Zum Knacken eigenen sie sich allerdings weniger: Die Mechanik ist für harte Nüsse nicht stabil genug und große Nüsse passen nicht in die meist kleine Öffnung. Einige Hersteller raten sogar, mit den Figuren keine Nüsse zu knacken, damit sie nicht beschädigt werden.

Nussknacker von günstig bis edel

Pekannüsse mit Nussknacker © Fotolia.com Foto: emuck
Gutes Design hat auch bei Nussknackern seinen Preis.

Die Preisspanne bei Nussknackern ist riesig. Einfache Modelle gibt es bereits für wenige Euro. Edles Design und hochwertige Materialien lassen die Preise schnell in den zweistelligen Bereich steigen. Für große Nussknacker-Figuren, häufig noch in Handarbeit hergestellt, werden auch dreistellige Summen fällig.

Weitere Informationen
Eine Schale mit gemischten Nüssen © fotolia.com Foto: juliasudnitskaya

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 06.01.2020 | 16:20 Uhr

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