Stand: 11.10.2019 14:49 Uhr

Keime im Fertigsalat: Gefahr für Schwangere

von Jessica Ostermünchner
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Selbst bei optimaler Kühlung hält sich ein Fertigsalat maximal drei Tage.

Wer einen Fertigsalat kauft, spart sich die Zeit für das Schneiden des Gemüses und für die Zubereitung der Salatsoße. Abgepackte Salate, zum Beispiel mit Tomaten, Ei und Schinken, gibt es mittlerweile in vielen Bäckereien und Supermärkten. Doch nicht immer sind die Fertigsalate frisch: Sie können Schimmelpilze, Hefen und Keime enthalten, zum Beispiel gefährliche Listerien.

Nach Ansicht der Lebensmittel-Toxikologin Katharina Riehn sollten Schwangere wegen der möglichen Listerien-Belastung keinen Fertigsalat essen. Die keimbelasteten Salate könnten zu Fehlgeburten oder Schäden beim ungeborenen Kind führen.

Fertigsalat ausgestellt auf einem Tisch.

Fertigsalat vom Bäcker: Nicht immer frisch

Markt -

Fertigsalate vom Bäcker können Keime enthalten. Markt hat fünf abgepackte Salate im Labor untersuchen lassen - nicht immer war das Gemüse frisch.

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Bei Fertigsalat auf das Verbrauchsdatum achten

Auch bei optimaler Kühlung ist Fertigsalat nur etwa drei Tage haltbar. Wird der Salat nicht durchgehend gekühlt, können sich Keime schnell ausbreiten. Oft ist der Salat dann bereits beim Erreichen des Verbrauchsdatums nicht mehr frisch.

  • Das Verbrauchsdatum ist auf leicht verderblichen Speisen wie Fertigsalat, Hackfleisch oder Fisch angegeben ("Zu verbrauchen bis"). Beim Erreichen des Datums muss das Produkt entsorgt werden, da sich möglicherweise Keime und Bakterien gebildet haben.

  • Bei anderen Lebensmitteln gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) an, bis wann es bei richtiger Aufbewahrung seine Produktqualität behält - etwa ein Joghurt seine Cremigkeit. Zu den typischen Produkteigenschaften zählen Geschmack, Geruch, Konsistenz und Nährwert. Das MHD wird vom Hersteller festgelegt. Ist es überschritten, kann das Produkt in den meisten Fällen immer noch eine begrenzte Zeit lang ohne Risiko verzehrt werden.

Fertigsalat: Idealer Nährboden für Keime

Das sind die Gründe, warum Keime in Fertigsalaten so gut gedeihen:

  • Bei der Zubereitung von Fertigsalaten werden Salatblätter klein geschnitten. Dadurch wird der natürliche Schutz der Blätter gegen Bakterien und Pilze zerstört. An den Schnittflächen tritt Zellsaft aus, der Keime anzieht. Die hohe Luftfeuchtigkeit in den Plastikverpackungen fördert zudem das Wachstum von Mikroorganismen. Somit entsteht ein idealer Nährboden für Keime.

  • Das Gemüse kann bereits während des Wachstums und der Ernte mit Keimen verunreinigt werden, etwa durch Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Hygienemängel bei der Kühlung.

Die Keime befinden sich größtenteils an der Oberfläche des Gemüses, können aber in das Gewebe eindringen.

Magen-Darm-Probleme durch Keime

Bei den Keimen in Fertigsalaten handelt es sich häufig um sogenannte Enterobakterien und um Verderbniskeime wie Hefen und Schimmelpilze. Für gesunde Menschen sind die Krankheitserreger bis zu einer gewissen Menge nicht schädlich. Bei alten Menschen, Schwangeren und Kleinkindern können verkeimte Fertigsalate jedoch zu Magen-Darm-Problemen führen.

Tipps zum Fertigsalat-Kauf

  • Wer gerne Fertigsalat isst, sollte bereits beim Kauf darauf achten, dass das Produkt im Kühlregal angeboten wird und deutlich vor dem Verbrauchsdatum steht.
  • Fertigsalat mit braunen Rändern und matschigen Blättern ist nicht mehr frisch. Ist die Plastikschale aufgebläht, haben sich bereits Gärgase gebildet.
  • Fertigsalat nach dem Kauf so rasch wie möglich verzehren oder im Kühlschrank aufbewahren.
  • Fertigsalat vor dem Verzehr noch einmal auf Schimmelbefall, Verfärbungen und Flüssigkeitsansammlungen sowie fauligen Geruch überprüfen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 14.10.2019 | 20:15 Uhr

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