Stand: 10.07.2020 12:14 Uhr

Leckeres Eis selbst zubereiten

Lebkucheneis in einer Eismaschine © fotolia Foto: Esther Hildebrandt
Ein Sommer ohne Eis? Unvorstellbar! Besonders lecker schmeckt es selbst gemacht.

Leckeres Eis aus natürlichen Zutaten einfach selbst zubereiten - das versprechen die Hersteller von Eismaschinen. Beim Kauf haben Verbraucher die Wahl zwischen zwei Arten von Maschinen: Eismaschinen mit Kühlmodul oder mit Kompressor. Wie unterscheiden sich die Geräte in der Handhabung und im Preis? Was ist bei der Zubereitung von Eis zu beachten?

VIDEO: Wie gut sind Eismaschinen? (7 Min)

Eismaschine mit Kühlmodul oder Kompressor?

Welche Vor- und Nachteile haben die Modelle? Für wen ist welche Eismaschine geeignet. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick.

  • Eismaschinen mit Kühlmodul: Bei dieser günstigen Variante muss ein Gefäß mit Kühlflüssigkeit vor der Zubereitung mindestens zwölf Stunden bei minus 18 Grad ins Gefrierfach. Anschließend wird das Kühlmodul in die Maschine eingesetzt. Ein Rührarm hält die vorgekühlte Eismasse in Bewegung und sorgt dadurch für die cremige Konsistenz. Der Handel bietet die Geräte preisgünstig bereits ab rund 30 Euro an. Deshalb sind diese Maschinen besonders für Verbraucher geeignet, die nur gelegentlich Eis selbst herstellen wollen. Nachteile: Der Kühlbehälter ist relativ groß, sodass viel Platz in einem Gefrierfach oder einer Tiefkühltruhe erforderlich ist. Ohne erneute und zeitaufwendige Kühlung des Zubereitungsbehälters ist die Produktion weiterer Eissorten nicht möglich.

  • Eismaschinen mit Kühlkompressor: Das Frieren und Rühren der Eismasse dauert in der Regel etwas länger als mit einem Kühlmodul. Dafür kann man jederzeit ohne Vorkühlen Eis herstellen - auch mehrere Sorten nacheinander. Maschinen mit Kompressor sind allerdings deutlich teurer: Sie kosten rund 250 Euro. Der hohe Anschaffungspreis lohnt sich nur für Haushalte, in denen regelmäßig Speiseeis selbst hergestellt wird. In bereits länger zurückliegenden Produkttests hat Stiftung Warentest bei einigen Kompressorgeräten die sehr hohen Betriebsgeräusche bemängelt. Die Geräuschentwicklung lag teilweise bei fast 70 Dezibel, das ist vergleichbar mit einem laufenden Staubsauger. Viele Maschinen sind groß und sperrig, sodass ausreichend Standplatz in der Küche vorhanden sein muss. Auch das Gewicht ist bei vielen Geräten mit mehr als 13 Kilo enorm hoch.

Tipps zur Zubereitung und Haltbarkeit

Viele Geräte enthalten bereits beim Kauf Rezepte. Bei der Zubereitung gelingt das leckere Speiseeis deutlich schneller, wenn die Zutaten vorgekühlt verarbeitet werden. Kristallzucker sollte vor dem Befüllen der Maschine vollständig in der Masse gelöst sein. Sonst beeinträchtigen Zuckerkristalle später die Sensorik und Cremigkeit der fertigen Eismasse. Gute Alternativen zu Kristallzucker sind deshalb Puderzucker, Honig, Sirup oder Agavendicksaft. Angetautes Eis - besonders, wenn die Eismasse rohes Ei enthält - nicht wieder einfrieren, es droht sonst Salmonellengefahr. Auch Bakterien können sich so schnell vermehren.

Eis ohne Maschine selbst machen

Auch ohne Maschine kann man zu Hause Eis herstellen. Dazu die Eismasse in einem Gefäß im Tiefkühlfach einfrieren und jede halbe Stunde umrühren. Diese Methode ist allerdings recht mühselig und das Eis wird nicht so cremig wie aus einer Maschine.

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