Stand: 28.12.2017 11:30 Uhr

Es ist Zeit für Winterreifen

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Spätestens wenn der erste Schnee fällt, sind Werkstatttermine Mangelware.

Im Oktober können selbst im Flachland bereits die ersten Flocken fallen. Autofahrer sollten sich daher rechtzeitig um die passenden Reifen für den Winter kümmern. Bei Glatteis und Schnee schreibt der Gesetzgeber Winter- oder Ganzjahresreifen vor. Winterreifen haben generell eine weichere Gummimischung, ein Profil mit mehr kleinen Rillen sorgt bei niedrigen Temperaturen dafür, dass die Reifen besser auf rutschigen Straßen haften als Sommerreifen.

Was fordert der Gesetzgeber?

Einen Zeitraum für die Nutzung von Winterreifen legt die Straßenverkehrsordnung nicht fest. Vorgeschrieben sind sie laut Paragraf 2 nur, wenn auf der Straße winterliche Verhältnisse mit "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" herrschen. Wer sein Auto bei solchen Bedingungen nicht bewegt, muss keine Winterreifen aufziehen. In der Praxis empfiehlt der Automobilklub ADAC, sich an die sogenannte O-bis-O-Regel zu halten: Von Oktober bis Ostern sollte die Winterbereifung am Auto sein. Ausgenommen von der situativen Winterreifenpflicht sind Motorradfahrer, für die es im Handel auch so gut wie keine Pneus für glatte Straßen gibt.

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Welche Strafe droht?

Erwischt die Polizei einen Autofahrer bei Glatteis oder Schneematsch mit Sommerreifen auf der Straße, sind 60 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei fällig. Wer andere Verkehrsteilnehmer behindert, muss 80 Euro zahlen, wer einen Unfall verursacht sogar 120 Euro. Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 erhält auch der Fahrzeughalter ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg. Diese Regelung betrifft laut ADAC insbesondere Autovermieter.

Wie erkenne ich Winterreifen?

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Reifen für den Winter müssen ein Symbol mit Gebirge und Schneeflocke tragen.

Um die Winterreifenpflicht bei extremen Witterungsbedingungen zu erfüllen, genügte es bislang, dass die Reifen mit dem M+S-Symbol (Matsch und Schnee) gekennzeichnet waren. Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 reicht das für neu produzierte Reifen nicht mehr aus: Die Pneus müssen künftig das "Alpine"-Symbol, ein dreigezacktes Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke, tragen. Dem neuen Symbol liegt ein höherer Qualitäts-Standard zugrunde: Die Reifen müssen nun bei einem Bremstest auf Schnee Mindestanforderungen erfüllen. Für die M+S-Kennzeichnung gab es hingegen bisher keine einheitlichen Prüfkriterien.

Umrüsten müssen Fahrzeugbesitzer jedoch vorerst nicht: Bis zum 30. September 2024 dürfen Reifen, die das M+S-Symbol tragen und vor dem 1. Januar 2018 hergestellt wurden, weiterhin bei winterlichen Bedingungen benutzt werden.

Was kosten Winterreifen?

Bei Autoreifen gibt es erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede. Der ADAC hat in seinem jüngsten Winterreifentest Urteile von gut bis ausreichend vergeben. Die gleichen Reifen werden im Handel jedoch zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten. Ein Vergleich lohnt sich also. Zum Preis für den Reifen kommen die Kosten für die Montage. Auch dabei gibt es erhebliche Unterschiede. Tipp: Beim Preisvergleich nach dem Komplettpreis mit Montage fragen. Wer bei Online-Händlern im Internet günstig Reifen bestellen möchte, sollte zuvor klären, wo und zu welchem Preis die Reifen montiert werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordmagazin | 17.10.2016 | 19:30 Uhr

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.10.2016 | 19:30 Uhr

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