Stand: 05.10.2016 16:11 Uhr  | Archiv

Weltgrößtes Natur-Panorama kommt nach Hannover

von Eric Klitzke

Der Zoo Hannover hat Großes im Sinn. Bis zum Herbst 2017 soll ein Naturpanorama des Künstlers Yadegar Asisi entstehen. Das Gebäude soll direkt neben dem Zoo gebaut und 32 Meter hoch werden. Damit würde das erste Panorama des Künstlers in Norddeutschland entstehen. Asisi hat in der Vergangenheit schon mehrere Panoramen erstellt, in Leipzig ist das "Great Barrier Reef" zu begutachten, in Berlin ist die Mauer thematisiert. Dabei nutzt Asisi eine Technik, die sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute. Im Inneren eines großen begehbaren Zylinders wird eine Collage abgebildet, sodass ein Rundumblick entsteht. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Aussichtsturm mit mehreren Ebenen, die die Besucher betreten können und so Details der riesigen Collage betrachten können.

3.500 Quadratmeter Regenwald in Hannover

"Das klassische Panorama entstauben"

Der Künstler sieht es so: "Wir haben es geschafft, das klassische Panorama zu entstauben, die Dimensionen zu sprengen und es mit modernen Themen zu füllen." Beim Panorama in Hannover hat das Bild einen Umfang von 110 Metern, also jede Menge Platz, um die Artenvielfalt von Fauna und Flora im tropischen Regenwald erlebbar zu machen. Damit wäre das hannoversche Panorama das weltweit größte aus dem Themenbereich Natur. Auf die Frage, wie so ein Werk tatsächlich entsteht, gibt der Künstler sich wortkarg: "Es ist Malerei mit modernen Mitteln." Für die Zukunft planen Asisi und Zoo-Chef Andreas Casdorff weitere Natur-Panoramen.

Das Innere eines 360-Grad-Panoramas. © © asisi Foto: Tom Schulze

Die 360-Grad-Panoramen von Asisi

Berlin, Dresden, Wittenberg und Leipzig haben es schon, jetzt soll auch Hannover ein Panorama bekommen. Wie entsteht ein solches Rundum-Bild und wie sieht es in so einem Turm aus?

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Bau soll fünf Jahre stehen

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Nein, das ist kein Futtersilo, auch keine Biogasanlage, sondern das geplante Panorama-Gebäude.

Um das Panorama ansehen zu können, muss unabhängig vom Zoobesuch eine Eintrittskarte gekauft werden. Wie hoch der Eintritt ist, steht noch nicht fest, im Gespräch sind aber Preise von gut 10 Euro. Zoobesucher sollen die Eintrittskarte um 30 bis 50 Prozent vergünstigt erhalten. Insgesamt erfordert das Projekt fünf Millionen Euro an Investitionen, so der Geschäftsführer Casdorff, zum Teil würden die Kosten von privaten Investoren gedeckt. Medien spekulieren über zwei prominente Investoren: Die Firmen von 96-Chef Martin Kind und von Drogerie-Tycoon Dirk Roßmann sollen angeblich helfen, den Bau zu finanzieren. Auf Kritik stößt das geplante Aussehen des Bauwerks, weil es manche an ein landwirtschaftliches Silo erinnert. Allerdings ist der Bau nicht für die Ewigkeit geplant, nach einigen Jahren soll es zum Teil rückgebaut werden. Geplant ist, die recht schmucklose Außenhülle in ihrer Höhe zu reduzieren und die Reste einem neuen Zweck zu widmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 05.10.2016 | 17:00 Uhr

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