Stand: 05.12.2019 11:26 Uhr

Äpfel aus dem Norden - lecker und gesund

Ob süß oder säuerlich, knackig grün oder saftig rot: Äpfel sind in Deutschland das beliebteste Obst. Rund 20 Kilogramm der schmackhaften Vitaminbomben essen sie im Durchschnitt pro Jahr und Kopf. Äpfel sind der ideale Snack für unterwegs, denn sie sind Durstlöscher und gesunder Energieträger in einem. Jeder dritte deutsche Apfel kommt aus dem Alten Land südlich der Elbe. Die Region ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Dort läuft jedes Jahr bereits ab August die Ernte.

Diese Apfelsorten stammen aus dem Norden

Apfelsorten: Lageräpfel und Frühsorten

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Lageräpfel reifen nach dem Pflücken nach und verbessern dabei ihren Geschmack. Man spricht dabei von Pflück- und Genussreife.

In Norddeutschland werden sowohl Frühsorten als auch Lagersorten angebaut. Ab Anfang August bis etwa Anfang September kommen die Frühsorten auf den Markt. Sie lassen sich, im Gegensatz zu den später geernteten Apfelsorten, nicht lange lagern. Im September beginnt die Saison der Lageräpfel. Diese Sorten reifen nach dem Pflücken nach und erreichen erst später ihr optimales Aroma. Durch das Nachreifen werden sie süßer, weil Stärkereste zu Zucker sowie Glukose in die süßere Fruktose umgewandelt werden. Mit zunehmender Lagerdauer sinkt jedoch der Vitamingehalt, die Frucht verliert allmählich an Feuchtigkeit, wird runzelig und mehlig. Das Fruchtfleisch färbt sich braun, der Apfel verdirbt.

Äpfel einkaufen - darauf sollten Sie achten

Äpfel sollten beim Kauf immer eine glatte, unbeschädigte Schale ohne Druckstellen haben. Eine glänzende und pralle Haut deutet auf Frische und gute Lagerung hin. Ist der ehemalige Blütenansatz an der Unterseite des Apfels eingesunken, ist das ein Zeichen dafür, dass der Apfel reif geerntet wurde. Vertrauen Sie auch auf Ihre Nase: Äpfel sollten aromatisch nach Apfel duften. Beim Durchschneiden sollten die Kerne braun-schwarz aussehen. Greifen Sie, wenn möglich, zu Äpfeln aus der Region: Produkte mit kurzen Transportwegen sind frischer, die kürzeren Wege schonen zudem die Umwelt.

Apfel aus konventionellem Anbau

Wie gefährlich sind Pestizide auf Äpfeln?

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Auf konventionellen Apfel-Plantagen kommen Fungizide, Herbizide und andere Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Wie groß ist dadurch das Risiko für die Verbraucher?

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Äpfel zu Hause richtig lagern

Durch die richtige Lagerung lässt sich der Prozess des Verderbens verlangsamen. Ideal ist ein luftiger, kühler Kellerraum mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen zwei und sechs Grad. Auf keinen Fall dürfen die Früchte Frost abbekommen. Sie verderben sonst innerhalb kürzester Zeit.

Die Äpfel zum Lagern locker auf Papier, Holzborden oder Brettern verteilen, sodass sie sich möglichst nicht berühren. Kontrollieren Sie die Äpfel regelmäßig auf braune Stellen oder Fäulnis und sortieren Sie faule aus. Bei guten Bedingungen halten sich die Äpfel so nach der Ernte mehrere Wochen. Je später im Jahr die Äpfel geerntet werden, desto länger sind sie lagerfähig

Äpfel und Gemüse nicht nebeneinander lagern

Wer keinen geeigneten Kellerraum hat, kann als Alternative die Früchte in Plastikbeuteln lagern. Die Beutel verhindern das Austrocknen der Früchte, das von den Äpfeln "ausgeatmete" Kohlendioxid reichert sich im Beutel an und erzeugt ein günstiges Kleinklima. Am besten lagern sie die Früchte kühl und stechen mit einer Nadel kleine Löcher in die Beutel, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.

Da Äpfel während der Lagerung das natürliche Reifungsgas Ethylen verströmen, sollten sie nicht neben Gemüse gelagert werden. Ausnahmen sind einige Ethylen-unempfindliche Arten wie Blattgemüse, Lauch und Pilze.

Äpfel im Norden selber ernten

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Selbst gepflückte Äpfel schmecken nicht nur gut, sondern garantieren auch viel Bewegung an der frischen Luft.

Wer Äpfel selbst pflücken möchte, muss keinen eigenen Garten besitzen. Viele Obsthöfe im Alten Land bieten den Besuchern an bestimmten Wochenenden die Gelegenheit zum Selbstpflücken an. Liebhaber alter Apfelsorten sind im Obstgarten Haseldorf in der Haseldorfer Marsch richtig. Dort können sie eine große Vielfalt alter Sorten kennenlernen und auch Äpfel in kleinen Mengen für den eigenen Bedarf pflücken - ohne Eintrittskarte, Gebühr oder Kontrolle. Eigentümer der Plantage ist das Land Schleswig-Holstein. Im Obstgarten gibt es rund 180 verschiedene Sorten Äpfel, Pflaumen und Birnen, die im Handel nicht mehr erhältlich sind.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 23.09.2019 | 20:15 Uhr

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