Stand: 18.12.2019 11:32 Uhr

Vogelfutter selbst herstellen

Selbst gemachte Meisenknödel und Körner liegen auf einem Holzbrett © xblickwinkel/F.xHeckerx
Selbst hergestelltes Futter ist häufig günstiger als gekauftes - und schmeckt den Vögeln mindestens genauso gut.

Amsel, Meise, Spatz und Co: Im Winter freuen sich Gartenvögel über eine Extraportion Futter. Doch fertiges Vogelfutter aus dem Bau- oder Gartenmarkt ist nicht nur teuer, sondern enthält häufig auch Samen der Ambrosia-Pflanze, deren Pollen stark allergieauslösend sind. Selbst bei Futter, das als "Ambrosia kontrolliert" gekennzeichnet ist, sind teilweise Samen enthalten. Eine sichere und günstige Alternative zu gekauftem Futter ist selbst hergestelltes Vogelfutter. Wer mag, bringt es in originelle und dekorative Formen und füllt es beispielsweise in die Hälften einer Kokosnussschale oder formt es mit Plätzchenausstechern.

VIDEO: Futter für Vögel, Eichhörnchen und Igel (9 Min)

Das richtige Futter für heimische Gartenvögel

Heimische Wildvögel lassen sich grob einteilen in Körnerfresser, die mit ihrem kräftigen Schnabel auch harte Schalen aufbrechen können, und Weichfutterfresser. Körnerfresser bevorzugen Sonnenblumenkerne und andere grobe Körner, Weichfutterfresser lieben Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst. Einige Vogelarten - darunter etwa Meisen - fressen sowohl weiches als auch Körnerfutter.

  • Weichfutterfresser: Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel, Star
  • Körnerfresser: Fink, Sperling, Zeisig, Gimpel/Dompfaff
  • Allesfresser: Meise, Specht, Kleiber

Grundrezept für alle Vogelfutter-Varianten

300 Gramm Kokosfett (alternativ Rindertalg oder Butterschmalz) in einem Topf auf der Kochplatte erhitzen, aber nicht kochen lassen. Ins weiche Fett zwei Esslöffel Speiseöl und etwa 300 Gramm gemischte Körner (Sonnenblumenkerne, Hanfsaat, gehackte Nüsse) unterrühren. Für Weichfutterfresser wie Amsel, Drossel und Rotkehlchen eignen sich statt Sonnenblumenkernen Haferflocken, Weizenkleie und Rosinen.

Gefüllte Kokosnuss-Schale als Futterhäuschen

Eien Blaumeise frisst aus einer mit Vogelfutter gefüllten halben Kokosnuss-Schale, die aufgehängt ist. © picture alliance / blickwinkel Foto: F. Hecker
Sieht hübsch aus und ist einfach herzustellen: Vogelfutter in einer Kokosnussschale.

Zwei Löcher in die "Augen" einer Kokosnuss stechen oder bohren, dann die Milch abgießen und die Nuss in der Mitte durchsägen. Das Fruchtfleisch auslösen. Jeweils Zweige durch die Öffnung stecken und mit Draht fixieren, damit sie nicht herausrutschen. Vorbereitete Körner-Fett-Mischung im flüssigen Zustand in die Nusshälften füllen, erkalten lassen und aufhängen. Tipp: Statt Kokosnüssen eignen sich auch Blumentöpfe.

Futterherzen

Vogelfutter in Form eines Herzes. © fotolia Foto: picture_lia
Hübsch und sinnvoll: Vogelfutter in Herzform.

200 Gramm Kokosfett erwärmen, bis es flüssig ist. Ein Backblech mit Alufolie auslegen und Ausstechförmchen in Herzform darauf verteilen. Hirsesamen oder Sonnenblumenkerne etwa fünf Millimeter hoch in die Förmchen füllen. Hierbei gleich Stoffband zum Aufhängen einarbeiten. Fett eingießen und abkühlen lassen. Die erkalteten Herzen aus der Form lösen und aufhängen. Wer beim Einfüllen das Band vergessen hat, kann nachträglich einen dünnen Draht durch die Formen stechen.

Vogelkranz

Entweder einen vorgefertigten Kranz verwenden oder alternativ selbst binden, etwa aus Weidenruten. Ganze Äpfel, Futterherzen oder Meisenknödel und -ringe an den Kranz binden. Mit einem Band eine Aufhängung anbringen und draußen aufhängen. Eignet sich auch für den Balkon.

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Mein Nachmittag | 12.11.2019 | 16:20 Uhr

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