Stand: 27.03.2020 08:50 Uhr

Gartenmöbel aus Holz reinigen und pflegen

Eimer mit entzündliche Farbe steht auf einem Teakholztisch. © fotolia Foto: fotoknips
Gartenmöbel aus Holz setzen mit der Zeit eine gewisse Patina an und vergrauen. Wer das nicht mag, muss sie mit Öl behandeln.

Früher bestanden Gartenmöbel aus lackiertem Weichholz wie Kiefer, Fichte oder Buche und mussten regelmäßig geschliffen und nachlackiert werden. Da das aufwendig war, griffen viele Gartenbesitzer zu weniger schönen Kunststoffmöbeln. Heute werden Gartenmöbel aus widerstandsfähigen Hölzern wie Teak, Robinie, Eukalyptus oder Zeder gefertigt. Sie enthalten ätherische Öle, die einen natürlich Schutz bieten. Eine besondere Behandlung ist deshalb nicht notwendig.

Regelmäßig mit Naturseifenlauge reinigen

Gartenbank  Foto: Renate Mund, Schladen
Damit Gartenmöbel aus Holz lange schön bleiben, sollten sie regelmäßig mit natürlichen Mitteln gereinigt werden.

Allerdings sollten die Möbel regelmäßig - am besten zu Beginn und am Ende der Gartensaison - gereinigt werden und zwar idealerweise mit einer Seifenlauge aus Naturseife. Naturseifen enthalten pflanzliche Öle, die nicht nur eine reinigende Wirkung haben, sondern auch eine gewisse Rückfettung gewährleisten. Für die Reinigung keine Mikrofasertücher verwenden, denn sie entziehen dem Holz Öl. Ein einfacher Baumwolllappen, eine Bürste oder ein Schwamm sind die richtige Wahl. Nach dem Reinigen mit einem trockenen Lappen oder Tuch nachreiben, damit keine Seifenlauge auf dem Holz zurückbleibt.

Öle imprägnieren und schützen vor dem Vergrauen

Mann streicht einen Teakholzstuhl. © fotolia Foto: Osterland
Öle imprägnieren das Holz und schützen es vor dem Vergrauen.

Lässt sich Schmutz wie etwa Speise- und Getränkereste nicht mehr rückstandsfrei abwaschen, lohnt sich eine Behandlung mit einem Pflegeöl. Wer das Vergrauen seiner Gartenmöbel verhindern möchte, muss ebenfalls Öl einsetzen und zwar nicht nur im Frühjahr, sondern zwei bis drei Mal pro Jahr. Es gibt farblose und farbige (pigmentierte) Öle. Farblose Öle bieten keinen UV-Schutz, also auch keinen Schutz vor Vergrauen. Pflegeöle sollten grundsätzlich frei von Lösungsmitteln sein, damit der natürliche Holzschutz erhalten bleibt. Öl am besten mit einem Pinsel, Pad oder Baumwolltuch auftragen. Einige Stunden im Schatten austrocknen lassen. Ein Auspolieren nach der Behandlung verstärkt die Imprägnierwirkung.

Wichtig: Wer seine Möbel mit Pflegeölen bearbeiten möchte, sollte sie unbedingt vorher reinigen, denn ohne Vorbehandlung verkleben Schmutz und Pflegeöl, was zur Folge hat, dass die Möbel schneller wieder verschmutzen.

Bei starker Abnutzung hilft vorheriges Schleifen

Ein Exenterschleifer auf einem Teakholztisch. © fotolia Foto: Marco2811
Das Abschleifen sollte mit feinem Schleifpapier und ohne großen Druck erfolgen.

Sind die Möbel sehr stark vergraut, haben eine Patina-Schicht angesetzt oder eine raue Oberfläche, empfiehlt es sich, sie nach der Reinigung abzuschleifen. Dafür Papier mit der Körnung 100 bis 120 verwenden und ohne Druck arbeiten. Anschließend die abgeschliffenen Partikel absaugen und das Möbelstück mit einem Mikrofasertuch abreiben. Sehr starke Vergrauungen kann man mit einem speziellen Hartholz-Kraftreiniger beseitigen, dabei unbedingt Handschuhe tragen. Abschließend mit Pflegeöl behandeln.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 30.03.2020 | 20:15 Uhr

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