Stand: 24.05.2020 11:38 Uhr

So schützen Sie Ihr Haustier vor Zecken

Ein Mädchen geht mit einem Hund auf einer Wiese spazieren © fotolia.com Foto: Tanja
Nach Spaziergängen in der Natur sollten Hund und Mensch gleichermaßen gründlich auf Zecken kontrolliert werden.

Zecken sind nicht nur eklig, sondern übertragen auch gefährliche Krankheiten. Sowohl Menschen als auch Haustiere können sich durch Zeckenstiche mit Borreliose und FSME infizieren. Zwar tritt FSME bei Hunden und Katzen nur sehr selten auf. Allerdings können sich Hunde durch die Parasiten zusätzlich noch mit den gefährlichen Infektionskrankheiten Anaplasmose und Babesiose, der sogenannten Hundemalaria, infizieren.

Hunde und Katzen gründlich nach Zecken absuchen

Es ist daher ratsam, Hunde und Katzen nach Spaziergängen im Freien regelmäßig gründlich abzusuchen und die Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. "Je früher die Zecke entfernt wird, umso besser", erklärt Tierarzt Dr. Fabian von Manteuffel. "Hat sie lange gesogen, bleibt immer eine Schwellung und es können Krankheiten übertragen werden."

Womit entfernt man Zecken am besten?

Eine Zecke sitzt auf einer hellen Fläche neben einem Zeckenhacken © fotolia.com Foto: bina01
Gut geeignet, um Zecken zu entfernen sind Zeckenhaken, die in Tierfachgeschäften erhältlich sind.

Karte, Hebel, Haken, Zange oder Pinzette. Es gibt viele Instrumente, um Zecken zu entfernen. Welches eignet sich am besten? "Das ist egal, alles funktioniert. Entscheidend ist, womit man selbst am besten hantieren kann", rät Dr. von Manteuffel. "Sollte der Kopf mal nicht mit entfernt werden, ist das kein Drama. Der richtet keinen Schaden mehr an und wächst heraus wie ein Splitter. Wird er herausgepult, ist der Schaden oft größer."

Chemische Präparate und Tabletten verhindern Parasitenbefall

Außerdem ist es sinnvoll, einem Befall mit Zecken und anderen Parasiten von vornherein vorzubeugen. Im Handel, etwa in Apotheken, sind sogenannte "Spot-on"-Präparate mit dem Wirkstoff Fipronil erhältlich. Sie werden Hund und Katze in den Nacken geträufelt, sodass die Tiere das Medikament nicht ablecken können.

Präventiv haben sich auch Tabletten bewährt, die in den Monaten mit starkem Zeckenaufkommen verabreicht werden können. "Hierbei kommen oft Wirkstoffe wie Bravecto oder Nexgard zum Einsatz“, sagt der Hamburger Tierarzt. Präparate mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen nur bei Hunden angewendet werden, sie sind für Katzen giftig. Auch Parasitenhalsbänder sind für Katzen ungeeignet, da die Tiere beim Klettern auf Bäumen damit hängen bleiben können.

Einige Naturheilmittel wie Bierhefe, Kokos- und Schwarzkümmelöl sollen ebenfalls Zecken vorbeugen. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

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Dieses Thema im Programm:

Pfote sucht Körbchen | 24.05.2020 | 15:30 Uhr

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