VIDEO: Gefährliche Zeckenarten verbreiten sich (3 Min)

So schützen Sie Ihr Haustier vor Zecken

Stand: 02.08.2021 09:52 Uhr

Zecken sind nicht nur für Menschen gefährlich, sondern auch für Hunde und Katzen. Wie entfernt man die Blutsauger richtig und verhindert, dass sie das Haustier erneut befallen?

Sowohl Menschen als auch Haustiere können sich durch Zeckenstiche mit Borreliose und FSME infizieren. Zwar tritt FSME bei Hunden und Katzen nur sehr selten auf. Allerdings können sich Hunde durch die Parasiten zusätzlich noch mit den gefährlichen Infektionskrankheiten Anaplasmose und Babesiose, der sogenannten Hundemalaria, infizieren.

Hunde und Katzen gründlich nach Zecken absuchen

Es ist daher ratsam, Hunde und Katzen nach Spaziergängen im Freien regelmäßig gründlich abzusuchen und die Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. "Je früher die Zecke entfernt wird, umso besser", erklärt Tierarzt Dr. Fabian von Manteuffel. "Hat sie lange gesogen, bleibt immer eine Schwellung und es können Krankheiten übertragen werden."

Zecken entfernen - welche Instrumente sind am besten?

Eine Zecke sitzt auf einer hellen Fläche neben einem Zeckenhacken © fotolia.com Foto: bina01
Gut geeignet, um Zecken zu entfernen sind Zeckenhaken, die in Tierfachgeschäften erhältlich sind.

Karte, Hebel, Haken, Zange oder Pinzette: Es gibt viele Instrumente, um Zecken zu entfernen. Welches eignet sich am besten? "Das ist egal, alles funktioniert. Entscheidend ist, womit man selbst am besten hantieren kann", rät Dr. von Manteuffel. "Sollte der Kopf mal nicht mit entfernt werden, ist das kein Drama. Der richtet keinen Schaden mehr an und wächst heraus wie ein Splitter. Wird er herausgepult, ist der Schaden oft größer."

Beim Entfernen darauf achten, den Körper der Zecke möglichst nicht zu quetschen oder zu drücken. Kein Öl oder andere Flüssigkeiten auf die Zecke geben.

Tabletten und andere Präparate gegen Zecken

Außerdem ist es sinnvoll, einem Befall mit Zecken und anderen Parasiten von vornherein vorzubeugen. Im Handel, etwa in Apotheken, sind sogenannte "Spot-on"-Präparate mit dem Wirkstoff Fipronil erhältlich. Sie werden Hund und Katze in den Nacken geträufelt, sodass die Tiere das Medikament nicht ablecken können.

Präventiv haben sich auch Tabletten bewährt, die in den Monaten mit starkem Zeckenaufkommen verabreicht werden können. "Hierbei kommen oft Wirkstoffe wie Bravecto oder Nexgard zum Einsatz“, sagt von Manteuffel. Präparate mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen nur bei Hunden angewendet werden, sie sind für Katzen giftig. Auch Parasiten-Halsbänder sind für Katzen ungeeignet, da die Tiere beim Klettern auf Bäumen damit hängen bleiben können.

Einige Naturheilmittel wie Bierhefe, Kokos- und Schwarzkümmelöl sollen ebenfalls Zecken vorbeugen. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Weitere Informationen
Eine Zecke auf der Haut © dpa Foto: Daniel Reinhardt

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Nordmagazin | 12.07.2021 | 19:30 Uhr

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