Hände in grünen Medizinhandschuhen halten ein Fläschchen mit Corona-Impfstoff und eine Impfspritze. © imago images Foto: Christian Ohde

Corona: Schleswig-Holstein bereitet Impfzentren vor

Stand: 10.11.2020 18:50 Uhr

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie bereitet sich Schleswig-Holstein auf die Einrichtung von Impfzentren vor. Es soll jeweils einen Standort in jedem Kreis und jeder kreisfreie Stadt geben.

Wie Gesundheitsminister Heiner Garg am Dienstag mitteilte, werden Standorte derzeit abgestimmt. "Wir werden bereit sein, wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht", sagte der FDP-Politiker. Das Land habe frühzeitig Spritzen, Kanülen, spezielle Kühlaggregate und weiteres Material bestellt. Vorrang sollten Risikogruppen sowie pflegerisches und medizinisches Personal haben.

Zentrales Impfstofflager im Land geplant

Heiner Garg (FDP) spricht mit Medienvertretern im Landeshaus SH. © NDR
Gesundheitsminister Heiner Garg: Das Land ist für Corona-Impfungen gerüstet.

Die geplanten Impfzentren sollen laut Garg die Impfdosen von einem zentralen Verteilzentrum im Land erhalten. Das genaue Verfahren werde ebenfalls noch abgestimmt, so der Minister. Des Weiteren prüft das Gesundheitsministerium, ob auch Impfungen durch mobile Teams in bestimmten Einrichtungen wie in Pflegeheimen - ergänzend zu den Impfzentren - möglich sind. Bei der Umsetzung gehe es nicht nur um Anforderungen an Lagerung, Transport und Kühlung, sondern auch um die Sicherheit. Die Bundeswehr solle helfen.

"Die guten Nachrichten zur Impfstoffbeschaffung sollten dazu beitragen, sich weiterhin diszipliniert an die Kontaktbeschränkungen zu halten", betonte Garg. Eine Impfung werde eine wichtige Etappe auf dem Weg aus der Pandemie sein. Aber es würden weiterhin Geduld und Zeit benötigt.

Logistik des Impfstoffes anspruchsvoll

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Sonntag darauf geeinigt, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert. Die Länder kümmern sich um das notwendige Zubehör und richten eigenverantwortlich Impfzentren ein.

Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer stellt im Fall einer Zulassung jedoch Herausforderungen an Lagerung und Transport. Denn die Fläschchen müssten gefroren bei rund minus 70 Grad bis zum Ort des Impfens transportiert werden. An den Impfzentren könnten nach Angaben des Pharmakonzerns Pfizer kleine, tragbare Ultra-Niedrig-Temperatur-Gefrierschränke angeschafft werden, die die Haltbarkeit auf bis zu sechs Monate verlängern könnten, hieß es.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 10.11.2020 | 19:00 Uhr

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