Stand: 07.01.2020 16:42 Uhr

Zentrale Ausländerbehörde soll mehr Fachkräfte holen

Ein roter Stift liegt auf einer Stellenausschreibung © Bildagentur-online/Ohde Foto: Bildagentur-online/Ohde
Die zentrale Anlaufstelle in Neumünster soll es Bewerbern aus dem Ausland und Arbeitgebern ermöglichen, ohne große Probleme zusammen zu kommen.

Das Landesamt für Ausländerangelegenheiten in Schleswig-Holstein soll zum 1. März die zentrale Ausländerbehörde für die Fachkräfteeinwanderung werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die Landesregierung am Dienstag in ihrer Kabinettssitzung auf den Weg gebracht. Das Ziel: Fachkräfte aus dem Ausland sollen einfacher einen Job in Schleswig-Holstein ausüben können.

Voraussetzungen für rechtssicheres Arbeitsverhältnis schaffen

Arbeitgeber in Schleswig-Holstein beklagten bisher, dass es schwierig sei, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Es gebe hohe Hürden und die Verfahren dauerten lange. Die geplante zentrale Anlaufstelle in Neumünster soll eine Servicestelle für Arbeitgeber sein, also alle Kompetenzen bündeln und es Bewerbern aus dem Ausland und Arbeitgebern ermöglichen, ohne all zu große Probleme zusammen zu kommen. Konkret heißt das: Ein Arbeitssuchender aus dem Ausland meldet sich bei einem potentiellen Arbeitgeber. Wenn auch der an einem Arbeitsvertrag interessiert ist, kann er mithilfe der Anlaufstelle Aufenthaltsgenehmigungen und Visa beantragen und weitere Formalitäten erledigen, die nötig sind, damit ein rechtssicheres Arbeitsverhältnis zustande kommt.

1.800 Fachkräfte könnten pro Jahr ins Land geholt werden

Etwa 1.800 Fachkräfte könnten so pro Jahr ins Land geholt werden, hofft Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). "Wir wissen heute, dass im Jahr 2030 insgesamt 100.000 Fachkräfte fehlen. Von daher sind wir auch auf den Zuzug von Menschen angewiesen", betonte Günther. Vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich, in technischen Berufen, im IT-Sektor aber auch im Handwerk und der Bauwirtschaft könne man diese gut gebrauchen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.01.2020 | 17:00 Uhr

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