Stand: 15.05.2020 15:34 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Gefesselt und verschleppt: Opfer berichtet von Todesangst

Im Lübecker Prozess um die Verschleppung und Vergewaltigung einer Studentin im Oktober 2019 hat das Opfer am Freitag vor dem Lübecker Landgericht ausgesagt. Der Angeklagte habe sie geschlagen, vergewaltigt und sie schließlich gefesselt und geknebelt in einem Knick liegen gelassen, sagte die 21-Jährige am dritten Tag der Hauptverhandlung. An den genauen Tatablauf könne sie sich allerdings nur bruchstückhaft erinnern, da sie betrunken gewesen sei. Sie wisse aber noch, dass sie Todesangst gehabt habe, als sie am Morgen in der Feldmark bei Mönkhagen (Kreis Stormarn) wieder zu sich gekommen sei.

Angeklagter schweigt

Die junge Frau war gefesselt und geknebelt in einem Knick nahe der Autobahn 20 bei Mönkhagen nur durch Zufall gefunden worden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die Studentin nach einer Party in Lübeck in seine Gewalt gebracht, vergewaltigt und danach gefesselt und geknebelt in dem Knick zurückgelassen zu haben. Drei Wochen nach der Tat war er festgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen versuchten Mord, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vor. Zu Prozessauftakt hatte seine Verteidigerin nach Verlesung der Anklage gesagt, dass sich ihr Mandant weder zu seinen persönlichen Verhältnissen noch zu den Vorwürfen äußern wolle. Ein Urteil wird für Mitte Juni erwartet.

Weitere Informationen

Studentin lag gefesselt im Knick: Prozess in Lübeck

Vor dem Lübecker Landgericht hat der Prozess gegen einen 43-Jährigen begonnen. Er soll eine Studentin vergewaltigt und dann gefesselt in einem Knick nahe der A20 zurückgelassen haben. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.05.2020 | 15:00 Uhr

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