Stand: 08.09.2020 17:18 Uhr

Zu lieb: "Balou" wird doch kein Polizeihund

Der Rottweiler "Balou" sitzt auf einer Wiese. © Polizei Bremerhaven
Harte Schale, weicher Kern: Der kräftige Rottweiler "Balou" ist zu harmlos für eine Polizeikarriere.

Der Rottweiler "Balou" ist schon früh zur Polizei gekommen: Im Alter von nur acht Wochen stieß er im Juli 2019 zu den Beamten in Bremerhaven. Langsam und mit altersgerechten Übungen sei "Balou" auf die Ausbildung zum Schutzhund vorbereitet worden, so die Polizei. "Welpenprogramm" nennt sich so ein früher Start: Wenn ein Hund sich ganz jung schon an seinen späteren Hundeführer gewöhnt und von ihm lernt, wird er mit höherer Wahrscheinlichkeit ein guter Diensthund, so die Annahme. Weil man bei einem so jungen Tier aber das Potenzial noch nicht einschätzen kann, geht die Sache manchmal schief. So auch bei "Balou": Er ist charakterlich einfach nicht für den Polizeidienst geeignet.

Ein Kraftprotz, aber vollkommen harmlos

Ausbildung nicht bestanden - das klingt hart. Aber "Balou" ist vielmehr besonders weich. Der Rottweiler sei für einen Diensthund zu lieb, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag: "Ein richtiger Familienhund." Oder, wie es in einer Mitteilung der Bremerhavener Polizei heißt: "Balou" konnte "in einigen Punkten nicht den an einen Diensthund gestellten Anforderungen entsprechen". Zwar sei aus ihm ein ansehnlicher Kraftprotz geworden, doch aus der Polizeikarriere wird nichts. Der Abschied sei dem Hundeführer schwer gefallen, doch "Balou" habe nun ein liebevolles neues Zuhause gefunden.

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Blick auf den Lappan, das Wahrzeichen der Stadt Oldenburg. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 08.09.2020 | 17:00 Uhr

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