Stand: 15.02.2020 16:42 Uhr

"World Press Photo": Moore eröffnet Ausstellung

Ein weinendes, zweijähriges Mädchen steht an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Dieses eindrucksvolle Bild des US-amerikanischen Fotografen John Moore ist zum Pressefoto des Jahres 2019 gewählt worden. Die Aufnahme ist Teil der Wanderausstellung, die noch bis zum 8. März im Oldenburger Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen ist. Moore hat die Eröffnung am Sonnabend als Ehrengast besucht. Besucher können sein Foto sowie 135 weitere Bilder betrachten. Bereits zum fünften Mal hat die Agentur Mediavanti die weltbesten Pressefotos ins Schloss nach Oldenburg geholt.

Preisträger Moore nach Oldenburg

"Mit jedem Bild, das ich mache, möchte ich natürlich etwas Positives bewirken", sagte Moore im Rahmen der Ausstellungseröffnung im Oldenburger Schloss. "Manchmal klappt das, manchmal nicht." Und manchmal sei ein Bild darunter, das Menschen auf der ganzen Welt bewege und berühre, so Moore. Sein Foto ist mittlerweile zu einem Symbolbild für die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump geworden. Nach Angaben von Mediavanti-Geschäftsführer Claus Spitzer-Ewersmann haben sich in der aktuellen Schau viele Fotografen intensiv mit den Folgen von Krieg und Flucht auseinandergesetzt. Sehr beeindruckend seien aber auch die ausgezeichneten Bilder in der Kategorie Naturfotografie.

Weitere interessante Begleitausstellungen

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen und weiteren Fotos. Dazu gehören Bilder des Projekts "Everyday Africa", in dem die immer noch relativ wenigen Pressefotografen des Kontinents den afrikanischen Alltag abbilden. Außerdem wird die Chef-Fotografin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts, Ester Hovarth, ihre aktuellen Arbeiten präsentieren. Sie ist derzeit an Bord des Forschungsschiffes "Polarstern", das sich ein Jahr lang durch das arktische Polarmeer driften lässt.

Auswahl aus knapp 79.000 Einsendungen

Die Fotos der Haupt-Ausstellung werden jährlich von der "World Press Photo Foundation" in Amsterdam zusammengestellt. Eine internationale Jury habe diesmal rund 79.000 Aufnahmen von 4.700 Fotografen gesichtet, sagte Spitzer-Ewersmann. Die Schau ist weltweit in rund 100 Städten zu sehen. In Oldenburg kamen im vergangenen Jahr rund 19.000 Besucher.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 12.11.2019 | 17:00 Uhr

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