Stand: 18.05.2020 10:31 Uhr

Verliert Oldenburg den ICE?

Das Logo der Deutschen Bahn auf einem ICE © dpa - Bildfunk Foto: Federico Gambarini
Die IHK fürchtet, dass Oldenburg vom schnellen Bahnnetz abgehängt wird. (Themenbild)

Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer kritisiert die Pläne der Deutschen Bahn. Mit dem "Fahrplan 2030 plus" entwickelt die Bahn einen neuen Takt für Deutschland. Dieser liegt der IHK nach eigenen Angaben vor. Eine ICE-Anbindung sei darin nicht mehr vorgesehen. "Das ist das falsche Signal, wenn eigentlich mehr Verkehr auf die Schiene verlagert werden soll", sagte IHK Hauptgeschäftsführer Thomas Hildebrandt.

Auch Wilhelmshaven anbinden

Derzeit gibt es drei schnelle ICE-Verbindungen mit Stopp in Oldenburg. Einmal am Tag - von und nach München, außerdem nach Frankfurt und nach Berlin. Alle zwei Stunden fährt der IC nach Leipzig. Die IHK fordert: Statt den Nordwesten abzuhängen, sollen mehr schnelle Züge fahren. Sie wünscht sich einen ICE, der alle zwei Stunden nicht nur bis Oldenburg, sondern gleich bis Wilhelmshaven fährt. Wilhelmshaven müsse darüber hinaus Direktverbindungen nach Hannover und Osnabrück bekommen.

Von Wilhelmshaven ins Ruhrgebiet

Hildebrandt fordert eine Verbindung von Wilhelmshaven über Oldenburg, Cloppenburg, Osnabrück bis ins Ruhrgebiet. Das Oldenburger Münsterland könne so an das Fernverkehrsnetz angebunden und attraktiver für Fachkräfte werden. Die Strecke zwischen Oldenburg und Osnabrück müsste dafür zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. Die Landkreise an der Küste fordern seit Jahren eine bessere Anbindung für die Urlauber. Die Bahn stellt eine stündliche Direktverbindung von Osnabrück nach Wilhelmshaven in Aussicht - mit Regionalzügen. Der neue "Deutschland-Takt" soll im Sommer vorgestellt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 18.05.2020 | 17:00 Uhr

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