Stand: 11.01.2019 16:34 Uhr

Tödlicher Bootsunfall 2016: Verhandlung in Emden

Das Verfahren um einen tödlichen Bootsunfall im Sommer 2016 in Barßel (Landkreis Cloppenburg) muss in Emden verhandelt werden. Das Amtsgericht sei als örtliches Schifffahrtsgericht zuständig, hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Jahrelang hatte es Streit unter mehreren Gerichten gegeben: Keines fühlte sich für den Fall zuständig.

Rückblick
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Bootsunfall: Zwei Tote und sechs Schwerverletzte

Bei einem Bootsunfall in Barßel sind zwei Menschen gestorben, fünf wurden schwer verletzt. Video (00:54 min)

Unklar, wo das Unglück genau geschah

Im August 2016 waren am Rande des Hafenfestes in Barßel zwei Sportboote zusammengestoßen. Ein 27-jähriger Bootsführer und eine 24-jährige Passagierin kamen dabei ums Leben. Gegen den anderen Bootsführer erhob die Staatsanwaltschaft Oldenburg Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Ursprünglich wurde die Anklage beim Amtsgericht Westerstede eingereicht. Das Problem aber sei, dass sich der Tatort nicht zweifelsfrei ermitteln lasse, sagte dessen damaliger Direktor Jürgen Nienaber Anfang 2018. Niemand wisse genau, ob die Kollision der Boote im Dunkel der Nacht im Bezirk des Amtsgerichts Westerstede oder im Bezirk des Amtsgerichts Cloppenburg geschehen sei. Außerdem könnte auch das Schifffahrtsgericht zuständig sein, weil der Unfall auf dem Wasser passierte. So hat es nun auch der BGH entschieden.

Weitere Informationen

Noch immer kein Prozess nach tödlichem Bootsunfall

Eineinhalb Jahre nach einem Bootsunfall mit zwei Toten in Barßel gibt es noch immer keinen Prozess gegen einen der Bootsführer. Es ist unklar, welches Gericht zuständig ist. (13.02.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 11.01.2019 | 17:00 Uhr

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