Stand: 29.08.2018 16:19 Uhr

Schüsse auf Autos: Soko weitet Ermittlungen aus

Die Polizei im Nordwesten intensiviert nach den Schüssen auf Fahrzeuge auf den Autobahnen 1, 28 und 29 ihre Ermittlungen. Wie die Polizeidirektion Oldenburg am Mittwoch bekannt gab, hat sie eine behördenweite Sonderkommission gegründet. Die Soko unter der Leitung von Polizeidirektor Carsten Hoffmeyer solle insbesondere Zusammenhänge zwischen den acht Fällen untersuchen, hieß es. Bislang hatten die Polizeiinspektionen einzeln ermittelt. "Schussabgaben auf Fahrzeuge sind lebensgefährlich. Mit der Gründung einer behördenweiten Sonderkommission setzen wir ein klares Zeichen, um die Taten aufzuklären und weitere zu verhindern", sagte Polizeipräsident Johann Kühme.

Jens Rodiek von der Polizei Oldenburg.

A29: Erneut Autofahrer beschossen

Hallo Niedersachsen -

Wieder hat jemand auf ein Auto geschossen. Die Polizei ermittelt zu mehreren rätselhaften Attacken auf Fahrzeuge in der Umgebung von Oldenburg und Bremen.

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Mann in Bremen schießt auf Nachbarn

Erst vor wenigen Tagen hatte es Hoffnung gegeben, dass ein möglicher Täter gefasst sein könnte. In Bremen war ein Verdächtiger festgenommen worden, der auf einen Nachbarn geschossen haben soll. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge mit den Schüssen auf den Autobahnen. Dass der Bremer Fall mit den anderen Taten zusammenhängt, könne derzeit zwar noch nicht endgültig ausgeschlossen werden, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade, NDR.de. Im Gegensatz zu den anderen Fällen habe der Festgenommene aber nicht auf den laufenden Straßenverkehr geschossen, sondern aus einem Haus heraus in eine Garage. Dabei sei vermutlich zufällig eine Autoscheibe zu Bruch gegangen. Außerdem habe er eine Zwille mit Stahlkugeln benutzt, so Passade. Der 44-jährige Verdächtige sitzt wegen dringenden Tatverdachts und Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft.

Neue Fälle auf der A29 und im Landkreis Cloppenburg

Die mysteriöse Serie von Schüssen auf Autos, Lkw und Wohnmobile hält Polizei und Autofahrer im Nordwesten Niedersachsens seit mehreren Wochen in Atem. Die Angriffe ereigneten sich auf der A1, A28 und A29. Zuletzt gab es einen Vorfall auf der A29 zwischen Jaderberg und Varel. Ein Autofahrer hatte plötzlich einen Knall gehört und kurz darauf ein Loch in der Windschutzscheibe entdeckt. Der Mann und seine Beifahrerin blieben unverletzt. Außerdem gab der Fahrer eines Transporters an, dass seine Windschutzscheibe am Donnerstag auf der Fahrt von Emstek nach Schneiderkrug im Landkreis Cloppenburg beschädigt worden sei.

Karte: Von wo wurde auf Fahrzeuge geschossen?

Zeuge sieht Mann mit Waffe

Auf der Autobahn 1 bei Bremen war zuvor in zwei Fällen auf Wohnwagen geschossen worden, wie die Polizei mitteilte. Die Besitzer stellten jeweils ein Einschussloch in ihren Wohnanhängern fest. Bei einer späteren Überprüfung fand die Polizei auch Projektile im Innenraum der Wohnwagen. "Zwischen Sittensen und dem Dreieck Stuhr fielen die Schüsse", sagte ein Sprecher der Polizei Delmenhorst. Einen weiteren Vorfall gab es auf der Autobahn 28: Der 60-jährige Fahrer eines Sattelzuges stellte einen Schaden in seiner Windschutzscheibe fest, nachdem er bei Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) eine Autobahnbrücke passiert hatte. Gleichzeitig war ihm laut Polizei auf der Brücke ein Mann mit Waffe aufgefallen.

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Von einer Brücke über die A28 zwischen Oldenburg und Leer soll ein noch unbekannter Täter auf einen Lkw geschossen haben. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Video (02:34 min)

Profiler: "Ein bisschen rumknallen"

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ermittelt die Polizei unter anderem wegen versuchter Tötung. Der bekannte Profiler Axel Petermann vermutet, dass es für die Taten unterschiedliche Motive gibt: Bei den Wohnwagen seien junge Leute als Täter nicht auszuschließen. "Wahrscheinlich geht es um das Gefühl, ein bisschen rumzuknallen", so der Kriminalist. Zu dem Schuss auf den Sattelzug sagte er: "Vielleicht wollte der Täter Dampf ablassen oder das Gefühl von Macht ausleben."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.08.2018 | 12:00 Uhr

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