Stand: 07.02.2020 14:57 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Polizei rechtfertigt Tötung von Hund auf A29

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Der Hund wurde am Rande der Autobahn von einem Beamten erschossen.

Nach der gezielten Tötung eines freilaufenden Hundes auf der Autobahn 29 zwischen Rastede (Landkreis Ammerland) und Jaderberg (Landkreis Wesermarsch) hat die Polizei ihr Vorgehen in einem Facebook-Post erläutert. Die Beamten reagierten damit auf massive Kritik in den sozialen Netzwerken. Die Entscheidung, das Tier zu töten, begründeten sie mit der erheblichen Gefahr für die betroffenen Verkehrsteilnehmer auf der A29. "Der Hund hätte (...) einen schweren Verkehrsunfall auslösen können", heißt es in dem Post.

Betäubungsversuch führte nicht zum Erfolg

Forderungen, dass das Tier hätte betäubt werden müssen, weist die Polizei zurück. Der Hund sei zweimal von einem ausgebildeten Schützen mit einem Betäubungsgewehr getroffen worden, schreiben die Beamten. Vermutlich aufgrund der hohen Adrenalinausschüttung habe dies aber leider nicht zur Beruhigung des Hundes geführt. Ein weiterer Versuch hätte dann zu einer Überdosierung und somit zu einem qualvollen Verenden des Tieres führen können.

Maschinenpistole sollte dem Hund Leid ersparen

Auch auf die Frage nach der Waffe geht der Facebook-Post ein. Eine Maschinenpistole sei benutzt worden, um dem Hund unnötiges Leid zu ersparen. Mit einer Handfeuerwaffe hätte die Gefahr bestanden, dass er lediglich verwundet wird. Vor dem tödlichen Schuss hatten nach Polizeiangaben zehn Beamte versucht, das Tier einzufangen. "Es gab keinerlei Alternativen, es war leider nicht anders möglich", sagte der Sprecher. Der Schusswaffeneinsatz ist hier immer die letzte Möglichkeit, wird in dem Facebook-Post betont. Jede Polizistin und jeder Polizist würden sich an diesen Grundsatz halten.

Suche nach Besitzer läuft

Die erste Meldung über den freilaufenden Hund war am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr eingegangen. Laut Autobahnpolizei sei es zu "erheblichen Behinderungen" gekommen, weil Verkehrsteilnehmer ausgewichen seien oder abgebremst hätten. Die Fahrbahn wurde zwischenzeitlich mehrfach voll gesperrt, weil das Tier die Seiten gewechselt hatte. Zunächst war nur eine Richtung gesperrt gewesen. Zum Halter des Mischlingshundes gibt es laut Polizei derzeit noch keinerlei Hinweise. Er habe bislang nicht ermittelt werden können, weil der Hund weder Halsband noch Chip trug.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 07.02.2020 | 17:00 Uhr

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