Stand: 24.09.2018 20:46 Uhr

Nordfrost investiert am JWP - und fordert Brücken

Noch einmal 100 Millionen Euro will Nordfrost in seinen Standort am JadeWeserPort stecken. Vom Hafenbetreiber fordert die Firma, auf den Erfolg des JWP zu reagieren. (Archivbild)

Der Tiefkühllogistiker Nordfrost will am JadeWeserPort (JWP) in Wilhelmshaven bis Ende 2020 weitere 100 Millionen Euro investieren. Bereits jetzt hat Nordfrost mehr als 100 Millionen Euro unter anderem in große Kühl- und Tiefkühllager am JadeWeserPort gesteckt. Das Unternehmen befürchtet allerdings, dass der Hafenbetreiber Eurogate zusätzlich benötigte Container-Löschbrücken nicht rechtzeitig bauen wird. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen.

Nordfrost-Chef sagt Engpässe voraus

Schon jetzt werde er von Reedereien darauf angesprochen, dass acht Containerbrücken zu wenig seien, sagte Nordfrost-Chef Horst Bartels. Allein im ersten Halbjahr 2018 sei der Container-Umschlag am JadeWeserPort um 25 Prozent angestiegen. Bartels rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Irgendwann würden die acht Brücken des Tiefwasserhafens nicht mehr ausreichen - der Firmenchef fürchtet schon bald Engpässe.

Unternehmen würde Brücken selbst bauen und betreiben

Nordfrost sei deshalb bereit, den Bau der Brücken zu übernehmen und diese auch zu betreiben. Diesen Vorschlag wies Hafenbetreiber Eurogate als unnötig zurück. Man brauche das Angebot von Nordfrost nicht. Derzeit seien die acht vorhandenen Brücken ausreichend und es gebe auch noch Luft nach oben, so ein Sprecher. Das Unternehmen stehe zu seinem Wort, das Terminal auf 16 Brücken auszubauen - sobald der Bedarf da sei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Funkbilder | 24.09.2018 | 18:00 Uhr

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