Stand: 23.10.2017 14:44 Uhr

Nordenham: Obdachloser starb natürlichen Todes

Der Obdachlose, der in der vergangenen Woche in Nordenham tot in einer städtischen Notunterkunft aufgefunden wurde, ist eines natürlichen Todes gestorben. Das hat die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion des 44-jährigen Mannes ergeben. Außerdem stellten die Rechtsmediziner fest, dass die Leiche mehr als zwei Wochen im Hausflur gelegen hatte, ohne dass sie bemerkt worden war. Ein Nachbar hatte am 17. Oktober die Leiche gefunden und daraufhin die Polizei verständigt.

Obduktion soll Todesursache klären

In dem Teil des Gebäudes, in dem die Leiche lag, wohnte nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen keine andere weitere Person. Vor etwa vier Jahren hatte es in der betroffenen Unterkunft in Nordenham einen ganz ähnlichen Vorfall gegeben: Damals war eine Leiche gefunden worden, die bereits stark skelettiert war. Der Tod des Mannes lag bereits zwei Jahre zurück.

Bürgermeister denkt über Maßnahmen nach

Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth (SPD) wehrt sich gegen Vorwürfe, die Stadt komme ihrer Aufsichtspflicht nicht nach. "Unsere Aufgabe ist es, obdachlose Menschen unterzubringen, aber wir können nicht ständig nach ihnen sehen", sagte er gegenüber dem NDR. Er nehme diesen Fall aber sehr ernst. Mit dem Landkreis Wesermarsch gebe es bereits Gespräche, ob und wie Sozialarbeiter die Obdachlosen häufiger aufsuchen könnten. Von einigen Bewohnern sei dies allerdings nicht gewünscht, so Seyfarth.

Weitere Informationen

Zwei Jahre tot in Wohnung - Skelett entdeckt

In einer Obdachlosenunterkunft in Nordenham ist das Skelett eines Mannes entdeckt worden. Die Leiche lag laut Polizei mindestens zwei Jahre lang unbemerkt in dem Haus. (22.11.2013) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.10.2017 | 14:00 Uhr

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