Pipelinerohre für die Anbindung der LNG-Terminals in Wilhelmshaven werden verladen. © OGE

Lies: LNG-Terminal ersetzt 40 Prozent des russischen Gases

Stand: 12.07.2022 18:29 Uhr

Die Vorbereitungen für das LNG-Terminal zum Import von Flüssigerdgas in Wilhelmshaven schreiten voran: Für den Bau einer 26 Kilometer langen Gasleitung sind am Dienstag die Rohre geliefert worden.

Die Leitung soll Gas ins Netz bei Etzel im Landkreis Wittmund einspeisen. Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) sagte am Dienstag, dass das Projekt so schnell vorangetrieben werde, damit vom 21. Dezember an Gas in Wilhelmshaven angelandet werden könne. "Angesichts der drohenden Versorgungslücke ist das ein Signal, das Mut macht", sagte der SPD-Politiker laut einer Mitteilung. Das Terminal in Wilhelmshaven war erst Anfang Juli genehmigt worden.

Lies: Leitung könnte 40 Prozent der russischen Gaslieferungen ersetzen

Eine Grafik zeigt die Wilhelmshavener Anbindungsleitung für Flüssiggas. © Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
So soll die Gasleitung, die vom neuen LNG-Terminal am Jade-Weser-Port ausgeht, einmal verlaufen.

Schon ab diesem Winter könnten demnach über Wilhelmshaven rund 7,5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr ins Netz eingespeist werden. Zukünftig seien sogar bis zu 20 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr möglich. "Das würde allein 40 Prozent der jährlichen russischen Gaslieferungen der vergangenen Jahre ersetzen", sagte Lies.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 12.07.2022 | 15:00 Uhr

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