Bettina Dorfmann, Barbie-Puppen-Sammlerin, baut die Ausstellung «Busy girl - Barbie macht Karriere» im Ostfriesischen Landesmuseum auf. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

Landesmuseum zeigt Ausstellung zum "Busy girl" Barbie

Stand: 05.12.2021 14:23 Uhr

Eine Ausstellung in Emden zeigt anhand der Barbie-Puppe, wie sich die Arbeitswelten von Frauen verändert haben. Dazu haben die Kuratoren Fotografien aus dem Ostfriesland der Nachkriegsjahre gestellt.

Astronautin, Feuerwehrfrau, Fotografin: Die Puppe Barbie des Herstellers Mattel hat in den rund 60 Jahren seit ihrer Erfindung schon rund 130 Berufe ausgeübt. Ein Einblick in die Berufswahl der wohl berühmtesten Puppe der Welt ist derzeit in der Sonderausstellung "Busy girl - Barbie macht Karriere" im Ostfriesischen Landesmuseum in Emden zu sehen. Anhand einzelner Figuren und ganzer Szenen stellt sie Arbeitswelten von Frauen seit den 1950er-Jahren vor.

Private Sammlung mit 18.000 Exponaten

Bettina Dorfmann, Barbie-Puppen-Sammlerin, baut die Ausstellung «Busy girl - Barbie macht Karriere» im Ostfriesischen Landesmuseum auf. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Bettina Dorfmann hat die Puppen gesammelt. Sie hatte die Idee zur Wanderausstellung "Busy girl".

Die gezeigten Barbie-Puppen kommen laut Kurator Tobias Rentsch "aus der weltweit größten Sammlung, die mit rund 18.000 Exponaten auch im Guinness-World-Records-Buch verzeichnet ist". Die private Sammlung gehört Bettina Dorfmann, die auch Erfinderin der Ausstellung ist. "Als Rollenspielzeug spiegelt Barbie die Entwicklung und Veränderung weiblicher Lebensbilder seit der Nachkriegszeit perfekt wider", sagt Dorfmann. Die erste Barbie brachte Mattel 1959 auf den Markt, laut Landesmuseum wurde "Barbie Millicent Roberts" auf einer Messe in New York präsentiert. Seitdem sei der Puppe mit der Wespentaille ein steiler Aufstieg gelungen, so das Museum: Über die Jahre wurde sie in zu einem der meist verkauften Spielzeuge der Welt.

Arbeitswelt ostfriesischer Frauen seit den 1940er-Jahren

Ergänzt wird die Barbie-Schau von der Ausstellung "Women@Work". Anhand von Fotografien beschäftigt sie sich mit der beruflichen Tätigkeit ostfriesischer Frauen ab Mitte der 1940er-Jahre. So wolle die Ausstellung zeigen, dass arbeitende Frauen keine "neue Erfindung sind", sagt Kuratorin Evelina Peuser-Broeker. "Frauen arbeiteten in den verschiedensten Berufen, mussten sich jedoch ihre Reputation oft erkämpfen." Auch ostfriesischen Frauen sei es nach dem Krieg meist so ergangen, so die Kunstwissenschaftlerin.

Landesmuseum zeigt Ausstellung zum "Busy girl" Barbie

Die Ausstellung in Emden zeigt anhand der Barbie-Puppe, wie sich die Arbeitswelten von Frauen verändert haben.

Art:
Ausstellung
Datum:
Ende:
Ort:
Ostfriesisches Landesmuseum Emden - Rathaus am Delft
Brückstraße 1
26725 Emden
Telefon:
(04921) 87 20 58
E-Mail:
landesmuseum@emden.de
Preis:
8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Familien 14 Euro. Für Kinder bis 15 Jahre ist der Eintritt frei.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Hinweis:
Derzeit gilt die 2G-Plus-Regel. Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem negativen Corona-Test (PoC-Antigen-Test oder PCR-Test aus einem Testzentrum) und FFP2-Maske.
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 07.12.2021 | 15:00 Uhr

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