Stand: 16.11.2017 18:15 Uhr

Jäger quält Katze, darf den Jagdschein behalten

Es klingt nach purer Tierquälerei: Ein Jäger aus Höltinghausen bei Emstek im Landkreis Cloppenburg schießt mit einem Schrotgewehr auf eine Katze. Dann nimmt er das durch mehrere Kugeln schwer verletzte aber immer noch lebende Tier und schleudert es vor den Augen des Besitzers in ein Feld. Ein Tierarzt muss die Katze später einschläfern, der Fall geht vor Gericht. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat nun in dritter Instanz entschieden: Der Jäger muss eine Geldstrafe zahlen.

Bei höherer Strafe wäre Jagdschein weg gewesen

Damit bestätigte die Kammer das Urteil des Landgerichts, das den Mann zur einer Strafe von 50 Tagessätzen à 70 Euro verurteilt hatte. Bei einer höheren Geldstrafe hätte der Mann auch seinen Jagdschein verlieren können. Ein härteres Urteil hätte voraussichtlich eine Wirkung auf die regionale Jagdbehörde gehabt, die den Jagdschein ausstellt oder gegebenenfalls verlängert. Sie muss laut Gesetz dabei die Zuverlässigkeit der Antrag stellenden Person prüfen. Doch auch das Urteil des Cloppenburger Amtsgerichts als erste Instanz reichte dazu scheinbar nicht aus: Es hatte den Jäger ursprünglich noch zu 70 Tagessätzen verurteilt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.11.2017 | 17:00 Uhr

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