Stand: 01.10.2018 12:30 Uhr

In Lastrup bebt die Erde mit Stärke 3,6

In den Landkreisen Cloppenburg und Osnabrück hat in den vergangenen Tagen zweimal die Erde gebebt. Beim jüngsten Beben in der Nacht auf Montag gegen 2.30 Uhr haben die Geologen am Epizentrum bei Lastrup eine Stärke von 3,6 registriert. Damit sei das Erdbeben eines der stärksten der letzten Jahre in Niedersachsen, sagte Heinke Traeger, Sprecherin des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). 2004 hatte die Erde im Landkreis Rotenburg mit einer Stärke von 4,2 noch stärker gewackelt.

Beben: Fenster klappern, Gegenstände fallen um

Schon in der Nacht und am frühen Morgen riefen laut NDR 1 Niedersachsen mehr als 100 Menschen vor allem aus der Region Lastrup-Essen und Hemmelte beim Erdbebendienst des LBEG an. Auch bei der Polizei klingelten die Telefone. Die Anrufer berichteten von klappernden Fenster und Türen, bebenden Böden und auch davon, dass kleinere Dinge umgefallen seien. Größere Schäden sind allerdings bislang noch nicht bekannt.

Gasförderung der Grund für Erdbeben?

Am Freitag hatte die Stärke des ersten Bebens fast am selben Ort noch 3,1 betragen. Das Landesamt vermutet, dass die Beben ausgelöst wurden, weil in der Region Erdgas gefördert wird. Das führe zu Spannungen im Untergrund, die ruckartig abgebaut werden könnten. Dadurch werde auch die Oberfläche spürbar erschüttert. Anwohner können ihre Beobachtungen über ein Online-Formular beim LBEG melden, erklärte die Behördensprecherin.

Weitere Informationen

Erdbeben erschreckt Menschen in Uchte

Im Landkreis Nienburg/Weser hat Mitte August die Erde gebebt. Die Stärke lag laut Experten bei 2,9. Zu größeren Schäden ist es nach Angaben der Polizei nicht gekommen. (18.08.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.10.2018 | 12:00 Uhr

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