Stand: 17.09.2020 14:19 Uhr

Häusliche Gewalt: Anklage wegen Totschlags

Ein Schattenspiel von sich streitenden Menschen. © picture alliance Foto: Maurizio Gambarini
Nach dem mutmaßlichen Fall von häuslicher Gewalt klagt die Staatsanwaltschaft Oldenburg einen 38-Jährigen wegen Totschlags an (Themenbild).

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat gegen einen 38-jährigen Mann Anklage wegen Totschlags erhoben. Der Anklage wirft ihm vor, im Juli seine von ihm getrennt lebende Ehefrau so heftig geschlagen und getreten zu haben, dass sie mehrere Tage später an den Folgen des Angriffs im Krankenhaus starb. Ob und wann es zu einem Prozess kommt, ist noch unklar: Das Landgericht Oldenburg habe über die Eröffnung des Verfahrens noch nicht entschieden, hieß es.

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Kinder zum Zeitpunkt der Attacke in der Wohnung

Laut Anklage war der Attacke eine verbale Auseinandersetzung in der Wohnung der Frau im Stadtteil Kreyenbrück vorausgegangen. Der Mann habe anschließend die Frau mit dem Vorsatz sie zu töten angegriffen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die 33-Jährige erlitt bei dem mutmaßlichen Fall von häuslicher Gewalt schwere Gesichtsverletzungen und ein massives Schädel-Hirn-Trauma. Aufgrund der Verletzungen verstarb sie sechs Tage später im Krankenhaus. Der 38-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zum Zeitpunkt der Gewalttat Ende Juli waren die minderjährigen Kinder in der Wohnung. Sie wurden vom Jugendamt der Stadt Oldenburg in Obhut genommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 17.09.2020 | 13:30 Uhr

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