Stand: 12.08.2021 13:24 Uhr

Geflügelhalter sind gegen Verbot von Reserveantibiotika

Hähne in einer Hähnchenmastanlage. © picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa Foto: piJens Büttner
Kritiker in der EU halten den Einsatz von Reserveantibiotika bei Tieren für riskant. (Themenbild)

Die Niedersächsische Geflügelwirtschaft mit Sitz in Oldenburg will verhindern, dass sogenannte Reserveantibiotika für Tiere verboten werden. Die Europäische Union (EU) diskutiert ein solches Verbot, weil Kritiker diese Mittel ausschließlich bei Menschen einsetzen wollen. Reserveantibiotika werden bei Infektionen mit Bakterien eingesetzt, die gegen gängige Antibiotika resistent sind beziehungsweise wenn sehr schwere Infektionen vorliegen. Sollten sie auch bei Tieren eingesetzt werden, drohen Experten zufolge weitere Keime resistent zu werden, sodass auch die Reserveantibiotika wirkungslos würden. Die Interessenvertretung der Geflügelhalter will aber, dass auch Tiere mit diesen Mitteln weiter behandelt werden können und unterstützt eine Unterschriftensammlung von Tierärzten. Halter und Tierärzte seien verpflichtet, die Tiere bestmöglich zu versorgen, sagt Geflügelverbandssprecher Friedrich Otto Ripke. Reserveantibiotika würden nur in Notfällen eingesetzt. Niedersachsen gehört mit rund 100 Millionen Tieren zu den größten Erzeugern von Geflügel und Eiern in Deutschland. Schwerpunkte sind das Emsland und die Region Südoldenburg.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 12.08.2021 | 13:30 Uhr

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