Stand: 10.06.2020 17:26 Uhr

Fregatte "Nordrhein-Westfalen" in Dienst gestellt

Die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ liegt im Marinestützpunkt Wilhelmshaven vor Anker. © dpa - Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Nach der "Baden-Württemberg" stellt die Deutsche Marine mit der "Nordrhein-Westfalen" das zweite Schiff der F125-Klasse in Dienst. Die Fregatte ist rund 150 Meter lang.

Die Bundeswehr hat am Mittwoch auf dem Marine-Stützpunkt Wilhelmshaven die neue Fregatte "Nordrhein-Westfalen" in Dienst gestellt. Sie ist das zweite von insgesamt vier Schiffen der F125-Klasse. Die rund 150 Meter langen Schiffe kommen mit einer deutlich kleineren Stammbesatzung aus als ihre Vorgänger und können bis zu zwei Jahre im Einsatzgebiet bleiben, ohne für größere Wartungsarbeiten nach Deutschland zurückkehren zu müssen. Das Erstschiff "Baden-Württemberg" war erst nach mehrjähriger Verspätung im Juni 2019 in Dienst gestellt worden.

Schwesterschiffe folgen im kommenden Jahr

Aufgrund der Corona-Beschränkungen fiel das militärische Zeremoniell kleiner aus. Zu den Gästen gehörte unter anderem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Er hatte die Namenspatenschaft zuvor als Herzensanliegen bezeichnet. Die Mission der Fregatte diene "unmittelbar unserem Wohl", sagte Laschet. Sie werde als fahrende Botschafterin Nordrhein-Westfalens auf den Weltmeeren unterwegs sein und für den Erhalt von Frieden und Freiheit sorgen. Die beiden weiteren Schwesternschiffe "Sachsen-Anhalt" und "Rheinland-Pfalz" werden derzeit erprobt und sollen dann 2021 in Dienst gestellt werden.

Probleme mit der "Baden-Württemberg"

Zuvor hatte es bei der F-125-Klasse jahrelang Probleme gegeben. Die Auslieferung der "Baden-Württemberg" verzögerte sich um mehrere Jahre, zwischenzeitlich gab die Bundeswehr das Schiff wegen Mängeln an die Hersteller zurück. Das rund 7.000 Tonnen schwere Kriegsschiff hatte leicht Schlagseite, weil die Ausstattung an Bord ungleichmäßig verteilt war. Zudem bemängeln Kritiker, dass die F125-Klasse zwar für die asymmetrische Kriegsführung gegen Terroristen und Piraten ausgerüstet ist, für die neuen Herausforderungen gegen potenziell hochgerüstete Gegner aber nicht ausreichend bewaffnet sei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.06.2020 | 15:00 Uhr

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