Stand: 07.08.2020 18:15 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Eurogate kündigt drastische Sparmaßnahmen an

Die Geschäftsführung des Hafenbetreibers Eurogate hat sich mit einem dramatischen Appell an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewandt. Vorstand Thomas Eckelmann kündigte in einem Video, das dem NDR zugespielt wurde, drastische Sparmaßnahmen in allen Bereichen an. So sollen Kosten gesenkt und die Produktivität gesteigert werden. Bei dem Video handelt es sich offenbar um eine interne Botschaft an die Belegschaft. NDR 1 Niedersachsen hat Eurogate um eine Stellungnahme gebeten, bislang aber noch keine Antwort erhalten.

Containerumschlag zu langsam und personalintensiv?

Von Personalabbau ist in dem Video zwar noch nicht die Rede. Doch es heißt, dass der Containerumschlag bei Eurogate in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven im Vergleich zu Häfen wie Rotterdam oder Antwerpen zu langsam und personalintensiv sei. Die Häfen in den Nachbarländern arbeiten größtenteils bereits vollautomatisch - ohne Menschen, die vor Ort die Container bewegen.

Kosten sollen um 84 Millionen Euro gesenkt werden

Bei Eurogate beläuft sich der Verlust im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben auf 23 Millionen Euro. Bis 2024 sollen, so heißt es in dem Video, die Kosten um 84 Millionen Euro gesenkt werden. Bereits im Mai sei auf Anraten der Unternehmensberatung McKinsey ein umfangreicher Plan für veränderte Abläufe bei Eurogate gefasst worden, den die Terminalmanager an den jeweiligen Standorten jetzt umsetzen sollen. In Wilhelmshaven arbeiten knapp 450 Mitarbeiter für Eurogate. 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.08.2020 | 14:00 Uhr

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