Stand: 01.10.2019 08:03 Uhr

Explosion in Emden: Anwohner hatten Stadt gewarnt

Die Einsatzkräfte mussten am Sonntag 54 Wohnungen evakuieren.

Nach einer Explosion in einem Emder Mehrfamilienhaus am Sonntag erheben Nachbarn schwere Vorwürfe gegen die Stadt. Der Hausmeister sagte zu NDR 1 Niedersachsen, er und weitere Nachbarn hätten den lebensgefährlich verletzten 64-Jährigen schon vor Wochen beim Ordnungsamt der Stadt Emden gemeldet. Dieser habe den Nachbarn Gewehre, Revolver und Samurai-Schwerter gezeigt und damit geprahlt, dass er seine Munition aus Schwarzpulver selbst herstelle. Warum die Stadt Emden nichts unternommen habe, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen. Die Stadt prüfe dies intern und wolle sich später dazu äußern.

Ermittler finden "explosionsfähiges Material"

Den bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge deuten Pulverrückstände darauf hin, dass sich in einem Tresor im Keller "explosionsfähiges Material" befunden habe. Als der 64-Jährige versucht habe, diesen mit Werkzeugen zu öffnen, sei es aus noch ungeklärter Ursache zur Explosion gekommen. Dabei wurde er selbst lebensgefährlich und drei weitere Hausbewohner durch Rauchgas vergiftet. Die Polizei musste vorübergehend 54 Wohnungen räumen.

Weitere Informationen

Explosion in Emden: Ermittler suchen Ursache

Nach einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Emden sucht die Polizei nach der Ursache. Offenbar ging die vom Keller aus, wo ein Mann mit Werkzeug einen Tresor öffnen wollte. (29.09.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 01.10.2019 | 07:30 Uhr

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