Stand: 02.10.2017 16:53 Uhr

Elbfischer klagen wegen Elbvertiefung

Die Elbvertiefung wird erneut ein Fall für das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig: Die Elbfischer wollen für den drohenden Verlust von Fangplätzen entschädigt werden. Weil das Fischen vor der Elbmündung zu gefährlich werde, könnten die Fischer zwar ausweichen - und weiter auf die Nordsee rausfahren. Das sei aber mit erheblichen Mehrkosten verbunden.

Fischer brauchen größere Kutter

Konkret geht es um die Boote: Die bisher für den Fang genutzte Holzkutter seien zu gefährlich für die weitere Ausfahrt auf die Nordsee, argumentieren die Krabbenfischer. Entsprechend wollen sie Geld für die Anschaffung größerer Kutter. Nach Angaben der Cuxhavener Kutterfischererzeugergemeinschaft benötigen rund ein Dutzend der etwa 100 Krabbenfischer finanzielle Hilfe für den Kauf größerer Kutter, um ihre Familienbetriebe weiterführen zu können.

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Gutachten stützt Elbfischer

Ein älteres Gutachten stützt die Position der Krabbenfischer: Bereits im Planfeststellungsverfahren hatte ein Experte festgestellt, dass die Elbfischer Einbußen durch die Elbvertiefung hätten. Die Elbfischer stehen mit ihrer Klage nicht alleine da: Auch Obstbauern aus dem Alten Land erwarten Nachteile durch die Elbvertiefung. Auch sie fordern vor dem Bundesverwaltungsgericht daher eine Entschädigung.

Genehmigung unter Auflagen

Die geplante neue Elbvertiefung zwischen Hamburg und Cuxhaven ist seit vielen Jahren ein Zankapfel. Der Hamburger Senat und die Hafenwirtschaft betonen die Bedeutung für die Hansestadt und für die deutsche Wirtschaft allgemein. Umweltverbände warnen hingegen vor den Folgen für die Natur. Deswegen klagten sie dagegen und erreichten einen vorläufigen Stopp der Ausbaggerung. Das Bundesverwaltungsgericht genehmigte im Februar 2017 die Elbvertiefung nur unter Auflagen. Bestimmte Teile der Pläne seien rechtswidrig, könnten aber nachgebessert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 02.10.2017 | 15:30 Uhr

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