Stand: 08.03.2017 19:51 Uhr

Eisdielen-Unfall: Bewährungsstrafe für Angeklagte

Fast zwei Jahre nachdem eine Frau in Bremervörde (Landkreis Rotenburg) mit ihrem Wagen in eine Eisdiele gerast war, ist das Urteil gefallen. Das Amtsgericht hat die inzwischen 61-Jährige zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Die Angeklagte habe sich der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung schuldig gemacht, begründete der Richter seine Entscheidung. Neben der Bewährungsstrafe muss die Frau für weitere zwei Jahre ihren Führerschein abgeben und eine Geldstrafe von 1.200 Euro zahlen. Bei dem Unfall im Sommer 2015 starben ein Mann und ein zweijähriger Junge, neun weitere Menschen wurden verletzt.

Nahaufnahme vom Unfall aus dem Jahre 2015. Ein grünes Auto raste in eine Eisdiele.

Bremervörde: Urteil im Eisdielen-Prozess

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Im Fall des Eisdielen-Unfalls, bei dem zwei Menschen starben, erhielt die Angeklagte eine Bewährungsstrafe. Ihren Führerschein muss sie für weitere zwei Jahre abgeben.

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Angeklagte hatte Epilepsie-Medikamente nicht genommen

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten gefordert. Die Angeklagte habe fahrlässig gehandelt, weil sie seit mehreren Jahren an Epilepsie leide und zum Unfallzeitpunkt ihre Tabletten nicht genommen haben soll. Daraufhin habe sie während der Fahrt einen Anfall erlitten. Zwei Nebenkläger schlossen sich der Forderung der Staatsanwaltschaft an, der dritte wollte sich nicht auf ein Strafmaß festlegen. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Prozess gegen mutmaßliche Schaulustige vertagt

Parallel zu der Verhandlung hat ein Prozess gegen drei Männer begonnen, die die Einsatzkräfte am Unfallort attackiert, bedroht und in ihrer Arbeit behindert haben sollen. Bundesweit bekannt geworden war der Fall als "Gaffer-Prozess". Der Vorsitzende Richter hatte am Dienstag dem Einspruch der Verteidigung stattgegeben, dass zunächst der Ausgang des Prozesses zu dem Unfall selbst abgewartet werden müsse. Die Verhandlung wurde daraufhin auf den 14. März vertagt.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 08.03.2017 | 18:00 Uhr

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