Stand: 22.06.2018 16:53 Uhr

Diepholz: Landmaschinen-Saboteur gefasst?

Seit 2010 haben Unbekannte immer wieder Schrauben und Bolzen in den Feldern versteckt und damit einen hohen Schaden angerichtet. Nun aber konnte die Polizei zumindest einen Verdächtigen ausmachen - die Taten konnten dem Mann aus Neuenkirchen (Landkreis Diepholz) allerdings noch nicht nachgewiesen werden. "Ganz viele Puzzleteile, viele Befragungen und einzelnen Details haben dazu geführt, dass wird den Fokus auf den 54-Jährigen lenken konnten", sagte Sandra Franke von der Polizeiinspektion Diepholz dem NDR.

"Befestigungsmaterial" sichergestellt

Am Donnerstag hatten die Ermittler die Wohnung und einen landwirtschaftlich genutzten Hof des Verdächtigen durchsucht. Laut Polizei wurden dabei unter anderem Computer und Handys sowie "Befestigungsmaterial" sichergestellt. Der Mann soll in den kommenden Tagen zu den Vorwürfen vernommen werden. Nähere Details wollte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

800.000 Euro Gesamtschaden

Ein Schwerpunkt der Taten lag seit 2010 im Raum Sulingen. Insgesamt verzeichnete die Polizei Diepholz mehr als 50 Sachbeschädigungen an Mais- und Feldhäckslern - zuletzt Anfang dieses Jahres. Nach Angaben der Beamten nutzten der oder die Täter Edelstahlbolzen, die von den Metalldetektoren der Landmaschinen nicht erkannt werden. So wurden die Bolzen in die Maschinen eingezogen und richteten dort erhebliche Schäden an. In den vergangenen Jahren sei auf dieses Weise ein Schaden von rund 800.000 Euro entstanden, so Sprecherin Franke. Verletzt wurde durch die Sabotageakte bislang niemand.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 22.06.2018 | 08:30 Uhr

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