Stand: 26.03.2020 09:16 Uhr

Betrug mit Kindermode: Haftstrafe für 52-Jährige

Das Schild vom Landgericht Verden vor dem Justizgebäude.
Der Prozess fand am Landgericht Verden statt. (Archivbild)

Das Landgericht Verden hat die frühere Geschäftsführerin eines Kindermodengeschäfts wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Frau aus Stuhr (Landkreis Diepholz) in fünf Fällen große Mengen hochwertiger Kindermode an Geschäftskunden verkauft hatte, obwohl sie die Ware gar nicht besaß. Außerdem hatte sie trotz Verbots private Kredite aufgenommen. Die 52-Jährige verursachte so einen Schaden von insgesamt zwölf Millionen Euro.

Angeklagte soll Millionen-Betrag zurückzahlen

Zusätzlich zur Haftstrafe muss die Geschäftsfrau 2,6 Millionen Euro aus ihrem privaten Vermögen zahlen, sofern das möglich ist, entschieden die Richter. Zugunsten der Angeklagten werteten sie, dass sie keine Vorstrafen hat und ein umfassendes Geständnis ablegte. Gegen die Frau habe jedoch die immense Schadenssumme gesprochen und dass sie Darlehen aufgenommen hatte, obwohl ihr die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das zuvor untersagt hatte, sagte ein Gerichtssprecher.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 26.03.2020 | 08:30 Uhr

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